Feuerwehr: Auf Stahlbau Bellmann ist Verlass

Die Kameraden haben dem Betrieb gestern einen besonderen Titel verliehen. Weil er die Jugendarbeit fördert und noch mehr.

Zethau.

"Förderer der Feuerwehr" darf sich seit gestern die Firma Stahlbau Bellmann aus Zethau nennen. Zum Jubiläum "140 Jahre Feuerwehr in Zethau" nahm Firmenchef Jörg Bellmann den Titel im Beisein des Feuerwehrverbandes, der Wehrleitung und von Bürgermeister Reiner Stiehl (Freie Wähler) entgegen.

Jörg Bellmann ist seit 1984 Mitglied der Feuerwehr und war von 1988 bis 1993 Chef der Jugendwehr. Heute ist er Ehrenmitglied. "Ich halte es für sehr wichtig, die Ortswehr zu unterstützen, denn erst kürzlich hatte es in der Nachbarschaft gebrannt und wir haben händeringend auf die Kameraden gewartet", erklärt der Firmenchef.

Bei Stahlbau Bellmann wurden in den vergangenen Jahren zehn Lehrlinge ausgebildet. Das habe den Vorteil, dass die Jugendlichen im Ort blieben und dadurch weiter für die Wehr da seien. Bei einem Feuerwehreinsatz würden seine Mitarbeiter kostenlos freigestellt. Die Unterstützung betrifft ebenso die Beschaffung von Hilfsmitteln. Anfang 2016 entstand die Idee, in Zusammenarbeit mit der Wehrleitung eine Rettungssäge im Wert von rund 1800 Euro zu beschaffen. Bellmann konnte noch Geschäftspartner dafür begeistern. So beteiligten sich auch die Firmen LB Werkzeugtechnik und Neubert & Beyer GbR.

Aktuell soll der Erwerb des Lkw-Führerscheins für Carsten Böhme, Kamerad und Mitarbeiter im Stahlbau, finanziert werden. "Das hat gleich einen dreifachen Vorteil", sagt Bellmann: "Der junge Mann bekommt eine Fahrerlaubnis, darf dann das Löschfahrzeug fahren und der Stahlbau hat ebenfalls einen neuen Lkw-Fahrer." Auch die Gemeinde fördere solche Vorhaben.

Das ständige Bemühen um den Nachwuchs habe der Zethauer Wehr das Überleben gesichert. Mit außergewöhnlichen Aktionen ist es dem seit 2007 tätigen Jugendwart Torsten Börner und seinen Helfern gelungen, dass der kleine Ortsteil eine der mitgliederstärksten Jugendwehren der Umgebung besitzt. "Wir hatten die Idee, alle Kinder, die zehn Jahre alt geworden sind, mit ihren Eltern in die Jugendwehr einzuladen", so Börner. Das Bemühen der Kameraden sei stets durch die Eltern unterstützt worden, "denn sie wissen, dass der Nachwuchs bei uns gut aufgehoben ist und wir eine interessante Freizeitgestaltung bieten". Zur Jugendwehr gehören heute 17 Mitglieder im Alter von 10 bis 18 Jahren.

Die 1876 gegründete Wehr wird von Rajko Rabe geleitet. Torsten Börner ist auch Vize-Gemeindewehrleiter. In der Wehr sind auch 28 aktive und 8 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. "Für die kommenden Jahre wünschen wir uns ein neues Gerätehaus. Denn das alte, zuletzt 1983 saniert, platzt aus allen Nähten", sagt Börner. Geplant sei ein Neubau unterhalb der Turnhalle.

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