Feuerwehreinsatz: Teile der Molkerei zeitweilig evakuiert

Gestern Morgen sind 25 Kameraden wegen Rauch an der Leipziger Straße angerückt. Die Ursache ist noch unklar. Ein Mitarbeiter wurde ärztlich behandelt.

Freiberg.

Feueralarm auf dem Gelände der Molkerei in Freiberg: Gegen 9.45 Uhr sind die Freiberger Feuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Kleinwaltersdorf mit sechs Fahrzeugen am Einsatzort vorgefahren.

Am Mittag hieß es noch auf Nachfrage in der Rettungsleitstelle, dass vermutlich eine Flüssigkeit aus einem Behälter ausgelaufen sei. Unternehmenssprecherin Dagmar Baldus von der Molkerei Hainichen-Freiberg teilte allerdings mit, "dass bei dem Zwischenfall in keinster Weise Flüssigkeit ausgelaufen ist." Mitarbeiter hätten am Morgen im Betriebsraum eine Rauchentwicklung in einem Behälter bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Der betreffende Gebäudeteil wurde kurzzeitig geräumt, eine Evakuierung des gesamten Betriebes sei aber nicht nötig gewesen. Ein Mitarbeiter wurde ärztlich behandelt; ein Rettungswagen war vor Ort.

Wodurch sich der Rauch entwickelte, dazu konnten gestern noch keine Angaben gemacht werden; die Polizei ermittelt zur Ursache. Details und weitere Erklärungen zu dem Vorfall nannte Einsatzleiter Heiko Mende nicht, weil sich der Einsatz nicht im öffentlichen Raum, sondern auf dem Betriebsgelände abspielte. Die Molkerei, ein Tochterunternehmen von Ehrmann AG und Käserei Champignon Hofmeister, verwehrte die weitere Freigabe von Informationen.

Die Vermutung, dass es sich um ausgelaufene Flüssigkeit gehandelt haben könnte, führt Mende darauf zurück, "dass vielleicht der Anrufer, der die Feuerwehr alarmiert hat, das in der Hektik so angegeben hat", sagte er auf Nachfrage.

Laut Firmensprecherin Baldus habe die Feuerwehr die Situation rasch unter Kontrolle gebracht; Gefahr für Anwohner und Umwelt habe nicht bestanden. An den Produkten sowie den Produktionsanlagen seien keine Schäden entstanden. Am Nachmittag war der Einsatz beendet. Der Betrieb sei wieder aufgenommen worden, so Baldus. Sie bedankt sich bei den Kameraden für ihr professionelles Engagement. Bislang habe es solch einen Vorfall in der Freiberger Molkerei noch nicht gegeben, sagte sie.

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