Film soll Kinderarzt anlocken

Trotz intensiver Werbung ist die Stelle für Mediziner noch vakant. Nun schalten Stadt und Medizinzentrum einen Gang höher.

Freiberg.

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) am Kreiskrankenhaus Freiberg intensiviert seine Werbung um einen Kinderarzt. "Wir denken aktuell darüber nach, die Suche kreativer zu gestalten und Eltern und Kinder bei der Suche sprechen zu lassen", erklärt Geschäftsführer Klaus-Jürgen Hennig. Wie Katharina Wegelt von der Stadtverwaltung Freiberg mitteilt, sei hier auch die Stadt mit im Boot: "Eine Idee für die gemeinsame Weitersuche ist unter anderem ein Werbeclip, um Social-Media-Kanäle intensiver zu nutzen. Der Film entsteht bereits."

Um die Stelle "Kinderarzt für Freiberg" zu besetzen, so die Pressesprecherin weiter, hätten sich MVZ und Stadt Freiberg gemeinsam engagiert. Die Stelle sei auf verschiedenen Kanälen ausgeschrieben worden; als Beispiele nennt Wegelt Homepages, das Sächsische Ärzteblatt, die Pädiatriebörse des Bundesverbandes der Kinderärzte und das Amtsblatt der Stadt Freiberg. Auch bei Facebook sei sie durch Oberbürgermeister Sven Krüger gepostet worden: "Dass sie 739 geteilt und 105 mal geliked wurde, brachte bislang keinen Erfolg."

Zudem seien Ärzte vor Ort gebeten worden, ihre persönlichen Netzwerke für die Kinderarztsuche zu nutzen. Trotz allem liege bisher keine Bewerbung vor: "Deshalb muss das Engagement weitergehen."

"Wir brauchen den Kinderarzt dringend. Dafür wollen und müssen wir uns weiter einsetzen - mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln", verspricht Oberbürgermeister Krüger. Er sei sich sicher, dass die Silberstadt Freiberg dabei großes Gewicht habe. Sie punkte nicht nur mit ihrer Geschichte, dem Welterbetitel, der schönen Altstadt, der Familienfreundlichkeit sowie Freizeit- und Kulturangeboten, sondern auch mit ihrer guten Infrastruktur, wie Kitas, Schulen, Öffentlichem Personennahverkehr, Wohnstandorten und attraktiven Arbeitsplätzen.

Pressesprecherin Katharina Wegelt ergänzt, dass Freiberg seit 2010 Partner des Netzwerkes "Ärzte für Sachsen" sei. Auf diesem Weg sei eine Allgemeinärztin an die Stadt Freiberg/Wirtschaftsförderung herangetreten: "Im Juli 2019 hat sie die Praxis Annaberger Straße 4 übernommen."

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