Flöha: Viel diskutierter Umbau kann nun beginnen

Wohnblock an der Lessingstraße schrumpft von 70 auf 50 Wohnungen

Flöha.

Die Wohnungsgenossenschaft Flöha und Umgebung beginnt mit dem lange geplanten Umbau des Wohnblocks an der Lessingstraße in Flöha. Zwei der sieben Eingänge des 1970 errichteten Gebäudes werden abgerissen. Damit bleiben 50 der 70 Wohnungen übrig, die wegen der Grundrissveränderungen auf 40 Wohnungen schrumpfen, die komplett barrierefrei erreichbar sein werden. Der Vorstandschef der Wohnungsgenossenschaft, Daniel Kästner, sagt, dass bei einem planmäßigen Bauablauf im Herbst die ersten Mieter in die neuen Wohnungen einziehen können. Spätestens im Frühjahr 2021 soll der Umbau des Gebäudes, der schrittweise erfolgt, abgeschlossen sein. Insgesamt rechnet Kästner mit Kosten von rund 5 Millionen Euro, wobei er die reinen Baukosten mit etwa 3 Millionen Euro beziffert.

Die im Sommer 2017 bekannt gewordenen Umbaupläne hatten bei einigen der langjährigen Mieter für Widerstand gesorgt, weshalb die Genossenschaft großzügige Angebote für Umzugskosten und Ersatzwohnungen gemacht hatte. Der Umbau musste mehrfach umgeplant, Anträge neu gestellt und die Finanzierung neu berechnet werden. Der Einbau der Fahrstühle ist kompliziert, weil der Lift von außen bis direkt auf die Wohnetagen führen soll.

In der Regel halten die an Plattenbauten montierten Fahrstühle in Höhe der Treppenhauspodeste zwischen den Etagen. Das hat aber zur Folge, dass zu den Wohnungen immer noch eine Treppe bewältigt werden muss und die Wohnungen deshalb trotz der Lifte nicht barrierefrei sind. Das wollte die Wohnungsgenossenschaft Flöha und Umgebung gern vermeiden. Deshalb werden die Fahrstühle an den bislang als Bad benutzen Räumen ankommen, was erhebliche Grundrissveränderungen und Eingriffe in die Gebäudestatik zur Folge hat. (mbe)


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