Förderverein sammelt Geld für Flyer, Kurse und Material

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Ein Kleinprojektefonds soll Vereine in der Montanregion Erzgebirge unterstützen. Die ersten Spenden sind bereits da.

Freiberg.

Über 400 Briefe hat Professor Helmuth Albrecht seit September vorigen Jahres geschrieben: Als Vorsitzender des Fördervereins Montanregion Erzgebirge wirbt er darin um Spenden für den Kleinprojektefonds "BergbauErbe". Mit dem Geld sollen ohne bürokratischen Aufwand Vereine unterstützt werden, die sich dem Erhalt und der Pflege der über- und untertägigen Denkmale sowie der besonderen Traditionen der Montanregion Erzgebirge verschrieben haben.

Bislang seien bereits 17.000 Euro zusammengekommen, berichtet Albrecht, der Inhaber des Lehrstuhls für Technikgeschichte und Industriearchäologie an der Bergakademie Freiberg und ein maßgeblicher Welterbe-Initiator in der Region ist. Im Frühjahr oder Frühsommer 2021 sollen sich erstmals Vereine melden können, die einen Zuschuss von maximal 1500 Euro benötigen: "Wir haben vor, ein bis zwei Mal pro Jahr einen solchen Aufruf zu starten."

Bettina Bezold von der Leader-Region "Silbernes Erzgebirge" kennt Anfragen, die bislang durch das Förderraster gefallen sind: "Wenn beispielsweise ein Kindergarten seine kleinen Knappen neu einkleiden will oder ein Verein einen Workshop zur Herstellung von Holzschindeln für das Dach eines Huthauses plant." Auch ein Zuschuss zu einem neuen Habit für den Aufzug der Bergleute sei denkbar, so die Regionalmanagerin: "Kleine Vereine sollen vergleichsweise einfach kleine Summen bekommen können."

Die Idee für den Kleinprojek- tefonds rühre ursprünglich aus dem Leaderprojekt zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume, betont Bezold: "Wir wollen damit das Ehrenamt in den montanen Vereinen stärken." Es sei schon etwas Besonderes, dass sich acht Leader-Regionen im Erzgebirge zum Kooperationsprojekt "Berggeschrey" zusammengefunden haben. Unterstützung kommt auch von den Sparkassen Mittelsachsen und Erzgebirge.

Viele Interessengruppen hätten sowohl mit einer Überalterung ihrer Mitglieder als auch damit zu kämpfen, ergänzt Professor Albrecht, dass sie kaum Geld haben, um beispielsweise den Eigenanteil für einen größeren Fördermittelantrag aufbringen zu können. Auch hier soll der Kleinprojektefonds helfen.

Im Gegensatz zu Fonds des Freistaats und des Welterbevereins würden dabei auch Vereine unterstützt, die selbst kein Welterbe-Objekt betreuen. Regionalmanagerin Bezold nennt als Beispiel dafür den Aurora-Stolln in Dorfhain. Der Verein, der das Silberbergwerk erhält, könnte beispielsweise Geld für Flyer oder eine neue Beschilderung erhalten.

Der 2003 gegründete Förderverein Montanregion Erzgebirge bietet darüber hinaus auch Schulungen an und hat zwei Manager in Freiberg und Aue eingestellt. Sie organisieren unter anderem Workshops und Familientage zur Vorstellung von Welterbeobjekten.

 

fv-montanregion-erzgebirge.de

 

www.freiepresse.de/welterbe-fg

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