Frauenstein kauft Grundstück an der Burganlage

Schon lange pflegen Stadtmitarbeiter und Helfer nahe der Sehenswürdigkeit eine Fläche. Zum Erwerb gab es jedoch Für und Wider.

Frauenstein.

Ein etwa 10.000 Quadratmeter großes Grundstück angrenzend an die historische Burganlage wird demnächst in das Eigentum der Stadt übergehen. Bislang gehörte es dem Freistaat Sachsen. 21.500 Euro muss Frauenstein für die Fläche berappen.

Der Stadtrat sprach sich diese Woche mehrheitlich für den Kauf aus. Finanziert werden soll er laut Bürgermeister Reiner Hentschel (parteilos) aus dem sogenannten Burggeld. Insgesamt 750.000 Euro hatte der Erzgebirgsort vom Freistaat erhalten, als er zum Jahreswechsel 2014/2015 die Burganlage in sein Eigentum übernahm. Im Mai 2015 entschieden die Abgeordneten, das Geld, welches zweckgebunden für die Burgruine zu verwenden ist, anzulegen. Frauenstein ist als Burgbesitzer für die Instandhaltung und den Betrieb der Sehenswürdigkeit verantwortlich.

Jüngst hatte der Freistaat die Fläche unterhalb der Anlage zum Mindestgebot von 16.600 Euro ausgeschrieben. Es hat laut Bürgermeister mehrere Bieter gegeben. Bereits in früheren Stadtratssitzungen diskutierten die Abgeordneten das Für und Wider des Flächenkaufs, da die Haushaltslage der Stadt diesen eigentlich nicht ermöglicht. Für den Kauf sprachen schließlich mehrere Fakten, wie Hentschel jetzt nochmals aufzählte. Über das Grundstück führt beispielsweise ein Wanderweg, den die Stadt instand hält. Auch wurden in der Vergangenheit Sträucher und Bäume auf der Fläche entfernt, um den Blick auf die imposante Burg aus Richtung Bundesstraße 171 zu ermöglichen. Weiterhin bleibe so der uneingeschränkte Zugang zur Burg erhalten.

Für die nun bald städtische Fläche bestehen seit vielen Jahren Pachtverhältnisse von Grundstücks- und Gartenbesitzern, bislang mit dem Freistaat. Neun Pächter nutzen demnach etwa 5000 Quadratmeter des Areals, hatte Hentschel dem Stadtrat im Sommer erläutert. Damals gab es erste Diskussionen im Gremium wegen des Flächenkaufs. Der Stadtrat beauftragte daraufhin den Bürgermeister, mit dem Freistaat Verhandlungen zu führen. Mit der Finanzierung des Grundstückskaufs aus dem Burggeld wurde nun ein Kompromiss gefunden.

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