Freiberg feiert ein heißes Fest

Nach einer verregneten Auflage 2018 hat Mittelsachsens größte Volksparty nun das andere Extrem erlebt. Die meisten Besucher kamen in den späten Abendstunden.

Freiberg.

Es sind über 30 Grad, der Obermarkt liegt in der prallen Sonne. Kein Lüftchen weht. Dennoch: Die Berg- und Hüttenparade marschiert. Etwa 700 Kinder, Frauen und Männer demonstrieren in ihren historischen Uniformen Bergbautradition. "Ich bin froh, dass ich im Schatten stehen kann", gestand Knut Neumann, der Vorsitzende der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft, von der Bühne am Obermarkt. Auf ihrem Weg hierher hatten die Parade-Teilnehmer eine Trinkpause in der Wasserturmstraße eingelegt, und auch auf dem Obermarkt gab es Wasser für sie. Besucher halfen spontan dabei, die Flaschen zu verteilen. "Der Sonntag war einer der heißesten Tage, die ein Bergstadtfest erlebt hat", schätzte Oberbürgermeister Sven Krüger, der selbst im schwarzen Bergmannskittel in der ersten Reihe der Parade lief.

Den Besucherzahlen habe die Hitze nicht geschadet, resümierte das Stadtoberhaupt: "Wir gehen von einer sechsstelligen Zahl aus." Zwar seien vor allem um die Mittags- und Nachmittagszeit weniger Menschen unterwegs gewesen. Das hätten die Abend- und Nachtstunden jedoch wett gemacht. Jeweils mehr als 4000Besucher seien am Freitagabend bei "Anstandslos & Durchgeknallt" im Bierdorf sowie am Samstagabend bei der Sommerparty von Hitradio RTL am Obermarkt gewesen. Sein Dank gelte den ehrenamtlichen Helfern des DRK, die aufgrund der Hitze am Sonntag die Anzahl der Sanitäter noch einmal erhöht habe.


Aufgegangen sei das Sicherheitskonzept. Bis auf kleinere Sachbeschädigungen wie herausgerissene Pflanzen seien ihm keine Vorfälle gemeldet worden. Einem Besucher sei ein Platzverweis ausgesprochen worden. "Es war ein sehr friedliches Fest mit wenig Störungen und viel guter Laune", schätzte Krüger am Sonntagnachmittag ein. Zu kritischen Stimmen darüber, dass der Obermarkt am Samstag weiträumig abgesperrt war und nur Besucher mit Pin Zutritt erhielten, sagte der OB: "Wir haben von Anfang an kommuniziert, dass zwei Veranstaltungen abgesperrt werden. Gerade am Obermarkt ist das eine Frage der Platzkapazität und der Sicherheit."

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