Freiberg ist nicht nur Silberboom

Aktuell dreht sich in der Stadt vieles, aber nicht alles um den Bergbau und dessen Geschichte. Denn die Landesausstellung macht hier Station. Doch auch sonst lohnt ein Besuch.

Freiberg.

Der Bergbau hat die Stadt geprägt, ja groß gemacht. Spuren davon begegnen einem überall in Freiberg. Das wohl augenfälligste Beispiel ist die Reiche Zeche, ein imposantes Lehr- und Forschungsbergwerk, das bis Jahresende Schauplatz der Landesschau zur Industriekultur ist. Allerdings lohnt für Ausflügler und Touristen nicht nur dort ein Besuch. Es gibt genügend andere schöne Flecken und Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Eine Auswahl davon hat die "Freie Presse" zusammengetragen. Diese reicht vom Glockenspiel am Obermarkt bis zum Spaziergang entlang der Stadtmauer. (acr) 


Einmal rund um die Stadtmauer

Bis ins 15. Jahrhundert hinein war Freiberg die reichste Stadt in Sachsen. Entsprechend viel Wert wurde seinerzeit auf eine wehrhafte Befestigung gelegt. Die Stadttore wurden zwar im 19. Jahrhundert abgerissen - doch bedeutende Reste der Ummauerung sind bis heute erhalten. Der 35 Meter hohe Donatsturm ist sowohl Teil der Stadtmauer als auch der eindrucksvollste Turm dieser Anlage. Vom Donatsturm zur Terrassengasse führen etwa 275 Meter Stadtmauer, ebenfalls 275 Meter sind es von der Mönchsstraße bis zur Geschwister-Scholl-Straße. Am Schloss Freudenstein gibt es noch 45 und am Kornhaus 75 Meter der alten Mauer. (mer)


Steigermarsch erklingt täglich

Das Meissner Glockenspiel im Turm des Rathauses am Obermarkt erklingt täglich 11.15 und 16.15 Uhr. Diese Zeiten wurden laut Stadt gewählt, damit die Kirchenglocken weder gestört werden, noch dass diese das Steigerlied übertönen. Das Glockenspiel wurde 1986 zur der 800-Jahr-Feier der Stadt durch die Firma Ferner, eine Spezialwerkstatt für Turmuhren, aus Meißen angefertigt und eingebaut. Die zwölf Glocken aus Meißner Porzellan lassen das "Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt" erklingen. Das elektromagnetische Spielwerk kann neben der automatischen Steuerung über eine Knopftastatur per Hand gespielt werden. (jan)


Lebenslust auf Schlossplatz

Schloßcafé-Mitarbeiterin Tina Meier freut sich auf Gäste in der "Bürgerhütte" auf dem Schloßplatz in Freiberg. Geöffnet ist außer montags täglich von 11 bis 19 Uhr. Hier können sich Besucher nicht nur stärken, sondern auch verschiedene Biersorten vom Pils über Kellerbier, Schwarzbier bis zum Zitronenbier ausprobieren. Betrieben wird die "Bürgerhütte" vom Schloßcafé. (mer)


Der schönste Blick auf die Stadt

Von der Alten Elisabeth aus bietet sich nicht nur für Freunde der Fotografie ein herrlicher Ausblick. Die Anlage ist noch aus einem anderen Grund bemerkenswert: Denn es ist Sachsens ältestes Bergbaumuseum. Als man das vorletzte Mal den Erzabbau in Freiberg einstellte - 1913 nämlich - übergab die Bergbaugesellschaft der Himmelfahrt Fundgrube die Schächte Reiche Zeche und Alte Elisabeth als Lehr- und Besucherbergwerk an die Bergakademie. Alles, was man heute hier anschauen kann, steht (fast) noch so da, wie es 1913 verlassen wurde. Nur die Dampfmaschine wird heute mit Druckluft vorgeführt. (mer)


Ein Video zur Ausstellung "SilberBoom" in Freiberg:

 

Weitere Infos zur Landesausstellung Boom in Freiberg finden Sie hier: www.freiepresse.de/boom-fg

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