Freiberg soll Vorreiter für Telemedizinwerden

SPD-Stadtratsfraktion für Konzept und Fördergeld für Modellregion

Freiberg.

Eine Modellregion soll die Telemedizin im Raum Freiberg nach einem Vorschlag der SPD im Stadtrat fördern. Einen entsprechenden Antrag an den Stadtrat hat die Fraktion angekündigt. "Ältere Menschen setzen sich gerade jetzt bei jedem Arztbesuch einem enormen Risiko aus. Der Freistaat stellt finanzielle Mittel von 19 Millionen Euro zur Verfügung, um Entwicklungen in der Telemedizin voranzutreiben", verweist SPD-Stadträtin Dr. Simone Raatz auf die Möglichkeiten.

Freiberg könne eine herausragende Rolle einnehmen. Ihre Fraktion bereite daher einen Grundsatzbeschluss für eine Modellregion Telemedizin für die Region Freiberg vor, so Raatz. Der Beschluss soll die Verwaltung ermächtigen, für Freiberg ein Telemedizin-Konzept mit Experten zu erarbeiten und für die Umsetzung die bereitstehenden Fördermittel einzuwerben. "Als wirtschafts- und einwohnerstärkste Stadt im ländlich geprägten Mittelsachsen ist Freiberg für eine solche Initiative prädestiniert", ist sich Raatz sicher. Und sie fordert auf: "Nutzen wir diese Chance."

Bis Ende des Jahres soll die Stadtverwaltung nach dem Vorschlag Eckpunkte für die Ausschreibung des Konzeptes formulieren und im Stadtrat zur Diskussion stellen. Die Fraktion verweist in ihrem Antrag auf den Plan des sächsischen Gesundheitsministeriums, die Telemedizin voranzutreiben, da sie einen wichtigen ergänzenden Beitrag zur medizinischen Grundversorgung zu leisten vermag. "Das gilt im Besonderen dann, wenn wie bei der gegenwärtigen Coronapandemie die konventionelle Arztsprechstunde auch in Bagatellfällen mit unverhältnismäßigen Risiken für Arzt und Patienten behaftet ist", heißt es im Vorschlag der SPD.

Die Stadtverwaltung sicherte auf Anfrage zu, den Vorschlag nach der Geschäftsordnung des Stadtrates zu prüfen, sobald er formell im Rathaus eingegangen ist. (grit)

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