Freiberg verzeichnet Rekord bei Tourismus

Zahl der Übernachtungen hat seit 1992 Höchstwert erreicht

Freiberg.

Insgesamt 91.702 Übernachtungen gab es im vergangenen Jahr in Freiberg. Erstmals seit 2011 wurde die 90-Tausend-Marke wieder geknackt. Laut Stadtverwaltung war es das erfolgreichste Jahr seit 1992. Oberbürgermeister Sven Krüger bezeichnet 2019 sogar als das beste Tourismusjahr aller Zeiten: "Wir werden uns auf den erfolgreichen Statistiken aber nicht ausruhen, sondern sehen diese als Ansporn noch besser zu werden."

Zwar hatte es 2018 einen deutlichen Rückgang der Übernachtungszahlen gegeben, doch dafür gab es laut Krüger einen klaren Grund: "Der Campingplatz am Waldbad musste geschlossen werden und damit fehlten rund 1000 Übernachtungen." Nachdem Freiberg Mitte des vergangenen Jahres Teil des Welterbes wurde, hätten deutlich mehr Gäste in der Silberstadt verweilt. "Freiberg ist ausgezeichnet und somit noch interessanter geworden", ist sich der Oberbürgermeister sicher. Zum Tourismusboom beigetragen hätten auch die Sonderausstellungen im Museum wie "Der Dresdner Mars von Giambologna", die Öffnung der kurfürstlichen Begräbniskapelle im Freiberger Dom sowie die Silbermanntage. "Ebenso hat sich der Silberrausch aus dem Jahr 2018 positiv ausgewirkt", ergänzt Anja Fiedler, Leiterin Amt für Kultur-Stadt-Marketing der Stadt Freiberg.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr stiegen die Übernachtungen 2019 um fünf Prozent an. Damit liegt Freiberg deutlich über den durchschnittlichen Zuwachsraten im Reisegebiet Erzgebirge, im Landkreis Mittelsachsen und in Sachsen. Die Zahl der Gästeankünfte erreichte 2019 mit 44.331 das zweithöchste Ergebnis und stieg im Vergleich zu 2018 um zwei Prozent. Nur 2017 kamen mit 44.570 Ankünften noch mehr Touristen nach Freiberg. Die in Freiberg angebotenen Betten sind durchschnittlich mit 41,6 Prozent ausgelastet - nur 2011 waren es mit 42 Prozent etwas mehr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt mit 2,1 Tagen erstmals seit 2012 wieder bei über zwei Tagen. Deutliche Zuwächse gab es laut Stadtverwaltung bei den Übernachtungen im Juli und August. Auch der Tagestourismus verzeichne einen regelrechten Boom: 2019 gab es im Vergleich zu 2018 rund zwei Prozent mehr Gästeführungen und zehn Prozent mehr Teilnehmer. (ug)www.freiberg.de


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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    hotelinfreiberg
    27.02.2020

    „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst…“. Großer Optimismus und viele Zahlen, aber so einfach ist die Welt eben doch nicht.
    Langfristige Trends lassen sich mit diesen Zahlen ohnehin schlecht bewerten, denn ab 2012 erfolgte eine Umstellung der Erfassungsmethodik durch das statistische Landesamt.
    Ich bezweifle, dass Welterbetitel, Bergbaumuseum oder Freiberger Dom (bisher) nennenswerte Übernachtungszahlen geliefert haben. Die meisten Besucher sind hier leider Tagestouristen.
    Übernachtungszahlen kommen aber nicht vom Tourismus allein sondern sind vor allem von der wirtschaftlichen Situation und der Ansiedlungspolitik am Standort abhängig. Und da sollten wir uns nichts vormachen, die Zeiten von Solarworld sind lange vorbei. Ein gewisser Faktor ist zur Zeit noch die TU Bergakademie mit ihren Tagungen. Aber auch hier sind eben nur punktuell im Frühjahr und Herbst Nachfragen zu beobachten.
    Bleibt noch zu sagen, dass Auslastungen um die 40% im regionalen Maßstab kein Ruhmesblatt sind, Dresden liegt hier bei 55%.
    Also lasst uns „besser werden“. Aber was sollten wir dafür tun? Andere touristische Angebote? Eine belebtere Innenstadt? Mehr Hotels? Weniger Hotels? Andere Hotels? Niedrigere Preise? Fragen über Fragen…