Freiberger Feuerwehr probt für den Ernstfall

Der Brandcontainer des Fire Training des Leipziger Flughafens verschafft den Einsatzkräften zwei heiße Ausbildungstage. Nun liegt die Auswertung der Übung vor.

Freiberg.

Hervorragend gelaufen - so hat Heiko Mende von der Freiberger Feuerwehr die Übung in einem Brandcontainer eingeschätzt, an der am Freitag und Sonnabend 56 Einsatzkräfte teilgenommen haben. "Insbesondere die Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleuten war sehr gut", hebt der Sachgebietsleiter Brandschutz und Stadtwehrleiter in Vertretung hervor. Das Hauptthema der "Heißausbildung" auf dem Gelände der MPA Dresden GmbH am Fuchsmühlenweg in Freiberg sei das sichere Bekämpfen von Gebäude und Zimmerbränden gewesen.

Der mobile Brandcontainer vom Fire Training Leipzig/Halle Airport habe es ermöglicht, realitätsnah Gefahren erkennen und Risiken einschätzen zu können, erläutert der Brandoberinspektor weiter: "Bei einem richtigen Brand können wir uns ja nicht hinsetzen und in Ruhe beobachten, was passiert."

So habe es beispielsweise ein Flashover-Training gegeben. Der Fachbegriff beschreibe die Situation, wenn ein Entstehungsbrand schlagartig in einen Vollbrand übergehe, so Mende: "Die Temperaturerhöhung führt zu einer thermischen Aufbereitung aller brennbaren Stoffe am Brandort. Es kann dazu kommen, dass die heißen Rauchgase urplötzlich durchzünden." Die Flammenwand könne kurzzeitig Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius erreichen. "Ein Teil der Ausbildung war dabei auch, die Grenzen der Schutzkleidung kennenzulernen", betont der Feuerwehrchef. Der etwa 14 Meter lange, drei Meter hohe und 2,5 Meter breite Übungscontainer vom Flughafen Halle/Leipzig wird mit Holz befeuert. "Im Gegensatz zu älteren Modellen mit Gasfeuerung sind hier auch Rauchgasschichten zu beobachten und wie diese beispielsweise auf die Zufuhr von Sauerstoff reagieren." Die Erfahrungen seien entscheidend für das weitere Vorgehen im Fall eines echten Brandes.

Die beiden intensiven Ausbildungstage im Brandcontainer seien vor allem für die Atemschutzgeräteträger der Wehren Freiberg, Kleinwaltersdorf und Zug gedacht gewesen, erklärt Mende: "Von den Kameraden gab es durchweg nur positive Rückmeldungen; sie haben viel lernen können." Ein besonderer Dank gelt dem kommissarischen Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Freiberg: "Sandro Lange hat sich um die Organisation und die Nachbereitung der Übung sehr verdient gemacht."

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