Freiberger genießen goldene Jahreszeit

Das Herbstfest lockte zahlreiche Besucher in die Altstadt. Die Angebote gingen über einen verkaufsoffenen Sonntag weit hinaus.

Freiberg.

Es war nicht vorherzusehen, dass man beim diesjährigen Freiberger Herbstfest am Sonntag trockenen Hauptes durch die historische Altstadt würde spazieren können. Aber nach den letzten Regentagen hatte man offenbar an übergeordneter Stelle ein Einsehen. "Endlich einmal ein Jahr, in dem bei allen Festen gutes Wetter herrschte", freute sich denn auch Oberbürgermeister Sven Krüger.

Das Angebot beim Herbstfest war breit gefächert. Wesentlich für die Gewerbetreibenden war dabei natürlich der verkaufsoffene Sonntag in der Zeit zwischen 13 und 18 Uhr. Die Händler im Domviertel unterstützten dies wieder einmal durch eine Schnitzeljagd von Geschäft zu Geschäft. Das Motto lieferte diesmal der Umstand, dass der Untermarkt, seit einigen Jahren zentraler Punkt des Herbstfestes, noch immer an vielen Stellen von Baustellen umzingelt ist. Ergo nannte man die Suche nach Lösungsbuchstaben, die sinnigerweise zudem in Bauarbeiterhelmen versteckt waren, Baustellen-Rallye, und zwar "Von Zaun zu Zaun". Mitorganisatorin Ulrike Jurk war von der Resonanz in diesem Jahr begeistert. "Vor allem Familien haben bei der Suche mitgemacht", erzählte sie. "Aber auch Senioren waren dabei." Mit 42 möglichen Gewinnen hat man diesmal so viele Preise wie noch nie zuvor. In den kommenden Wochen werden die Sieger benachrichtigt.

"Ich selbst komme leider an diesem Tag kaum dazu, mich auf dem Fest umzusehen", bedauerte Ulrike Jurk. "Es ist die einzige Veranstaltung rund um den Untermarkt und trotz der vielen dafür nötigen Vorbereitungen werden wir uns dieses Fest erhalten."

Sehr zufrieden zeigte sich auch Andrea Riedel, Direktorin des Stadt- und Bergbaumuseums, das von 13Uhr an freien Eintritt anbot. "Allein in den ersten drei Stunden zählten wir 500 Besucher", erzählte Riedel. Es gab zwei Führungen über die Baustelle des Zwischenbaus, der neben dem Museum entsteht. Besonders wichtig war es aber, mit den Gästen über die Neugestaltung der Ausstellung ins Gespräch zu kommen. "Teile des Konzepts wurden dabei überaus positiv hinterfragt", so Andrea Riedel. Auf einer Karte konnten Lieblingsthemen und -objekte vermerkt werden, ebenso Aspekte, die man noch vermisst. Mit Klebepunkten wurden Präferenzen auf einer Tafel vermerkt, wobei vor allem der Bergbau und das Mittelalter viel Zustimmung bekamen. Man wolle sich nun anschauen, ob man mit den eigenen Vorstellungen auf dem richtigen Weg sei, so die Direktorin. In den nächsten Monaten sollen die Ergebnisse gewissenhaft ausgewertet werden.

Die Bühne auf dem Untermarkt bot derweil viel Musik und Unterhaltung. Höhepunkt auch hier, wie konnte es im Herbst anders sein, der Anstich eines großen Bockbierfasses, den diesmal Jörg Woidniok von der Stadtverwaltung durchführte. Zudem gab es noch eine Preisverleihung. Die schönste Kleingartenanlage Freibergs wurde prämiert. "Es war unfassbar knapp diesmal", sagte Bianka Gothe, stellvertretende Vorsitzende des Freiberger Regionalverbandes der Gartenfreunde. "Deshalb haben wir auch noch zwei Sonderpreise vergeben. Diese gingen an die Kleingartenanlagen "Käthe Kollwitz" und "Waldfrieden". Den ersten Preis in der Gesamtwertung erhielt die Anlage "Naherholung". "Da stimmte einfach alles", so Gothe. "Sie ist schlicht wunderschön." Von den insgesamt 47 Freiberger Kleingartenanlagen wurden diesmal 15bewertet.

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