Freiberger Institut regt Bündelung der Kräfte an

Bundesanstalt übernimmt Koordination in der Ressourcenforschung

Freiberg/Hannover.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover (BGR) hat die Koordination des Deutschen Forschungsnetzwerks Rohstoffe "GERRI" (German Resource Research Institute) übernommen. Wie BGR-Pressesprecher Andreas Beuge am Donnerstag weiter mitteilte, gehören dem Verbund von acht Forschungseinrichtungen im Bereich Rohstoffe und Ressourcen auch die TU Bergakademie Freiberg und das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) an. "Es freut mich, dass wir mit dem GERRI-Netzwerk näher an die BGR rücken und deutschlandweit Kompetenzen bündeln", erklärte HIF-Direktor Professor Markus Reuter, "dass dafür der Impuls von Freiberg ausgegangen ist, zeigt die Stärke unserer Region."

GERRI unterstütze die Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer Rohstoffstrategie, so Pressesprecher Beuge. Das Netzwerk bündele Forschungskompetenzen und Technologien über die gesamte Wertschöpfungskette des Materialkreislaufes mineralischer und metallhaltiger Rohstoffe - von der bergbaulichen Gewinnung und Aufbereitung über das Recycling und die Kreislaufwirtschaft bis hin zu den Themen der nachhaltigen Rohstoffversorgung. "Nur über ein wirksames Zusammenspiel der unterschiedlichen Forschungsfelder sind die Herausforderungen für eine gesicherte, umwelt- und sozialverträgliche Rohstoffversorgung zu meistern", betont Dr. Volker Steinbach, Vizepräsident der BGR und Koordinator für GERRI. Den Grundstein für die Vernetzung habe Helmholtz gelegt.

Bei einem Expertengespräch des GERRI-Netzwerkes mit Mitgliedern des Bundestages zum Thema "Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Rohstoffversorgung" habe Ende Januar in Berlin Konsens geherrscht, dass eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft das langfristige Ziel sein müsse. Dabei seien neben Abfällen aus Produktion, Handel, Dienstleistung auch alte Deponien, Bergbau- und Hüttenhalden sowie Bergeteiche als Rohstoffquellen zu berücksichtigen. Schlüsselfaktoren seien dabei das technische Know-how und die Infrastruktur für die Aufbereitung von Metallen und mineralischen Stoffen.

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