Freibergs Stadtverwaltung treibt Kanal- und Straßenbau voran

Das Tiefbauamt und der Abwasserbetrieb der Stadt wollen dieses Jahr mehr als 6 Millionen Euro in Baustellen stecken.

Freiberg.

Die Stadt Freiberg setzt ihre Bauvorhaben in der gegenwärtigen Coronakrise planmäßig fort. Das hat Baubürgermeister Holger Reuter (CDU) am Donnerstag bekräftigt: "Wir wollen damit einen Beitrag leisten, den wirtschaftlichen Kreislauf aufrecht zu erhalten." Allein im Kanal- und Straßenbau stehen dieses Jahr Projekte für mehr als 6 Millionen Euro auf dem Plan. Neben grundhaften Ausbauvorhaben - im folgenden Überblick korrespondiert die Nummerierung mit der Grafik - gehört dazu auch die Deckensanierung der Hüttenstraße. Sie ist bis Ende Mai geplant und soll 400.000 Euro kosten.

1. Untermarkt: Der im Juni 2018 begonnene Ausbau der Umfahrung kann erst vollendet werden, wenn die beiden Anlagen aus dem Altbergbau, auf die die Bauarbeiter gestoßen sind, gesichert sind. Ursprünglich sollten der Platz im IV. Quartal 2019 fertig werden.

2. Silberhofstraße: Bis Ende Juni soll zwischen Gabelsbergerstraße und Bertholdsweg für 100.000 Euro ein neuer Mischwasser-Kanal verlegt werden, zudem werden Trinkwasser-, Gas- und Stromleitungen erneuert und die Straße gebaut. Der Abschnitt war voriges Jahr verschoben worden, damit die Buslinie D während des Ausbaus der Kreuzung Humboldt-/Berthelsdorfer Straße umgeleitet werden kann.

3. Rosine: Noch bis Ende Mai sind Landschaftsbauer am Rosinenbach zugange. Das verrohrte Gewässer war 2019 offengelegt und die Regenwasserkanalisation in der Frauensteiner Straße zwischen Lindenallee und Rosinenbach erneuert worden.

4. Tschaikowskistraße: Der erste Bauabschnitt zwischen Maxim-Gorki-Straße und Tschaikowskistraße 57 ist Ende März begonnen worden. Bis Anfang November soll ein grundhafter Ausbau erfolgen. Für die Schmutz- und die Regenwasserkanalisation sind 470.000 Euro veranschlagt, beim Straßenbau wird mit gut 930.000 Euro gerechnet.

5. Walterstal: Die Straße in Kleinwaltersdorf sollte zwischen der Feuerwehr und der Haltestelle Unterdorf ausgebaut werden. Es sind aber keine Fördermittel bewilligt worden. Bürgermeister Reuter: "Es ist alles vorbereitet - falls es doch noch Zuschüsse gibt, können wir bauen."

6. Am Mühlgraben: Zwischen Färbergasse und Bäckergäßchen werden bis November die Verkehrsfläche ausgebaut und die Leitungen erneuert. Der Abwasserbetrieb rechnet mit 460.000 Euro für den Kanal- und das Tiefbauamt mit knapp 640.000 Euro für den Straßenbau.

7. Humboldtstraße: Der 2. Bauabschnitt zwischen dem Haus Nr. 29/32 und der Bahnhofsstraße wurde vorgezogen. Bis Anfang Oktober sind hier Kanal- und Straßenbauarbeiten für rund 1,4 Millionen Euro geplant. 8. Turmhofstraße: Von April bis Ende Oktober sollen hier Kanal, Trinkwasser- und Gasleitung sowie Straße gebaut werden. Der Abwasserbetrieb hat Kosten von 640.000 Euro eingeplant.

9. Teichgasse: Bis Ende Juli ist auch hier das "Komplettprogramm" angesagt. Kosten für die Freiberger Abwasserbeseitigung: 180.000 Euro.

10. Berthold-Brecht-Straße: Zwischen der Goethe- und der Robert-Schumann-Straße sowie auf der Clara-Wieck-Straße läuft bis Ende Oktober die Erneuerung von Kanalisation, Trinkwasser-Leitung und Fahrbahn. Der Abwasserbetrieb hat 610.000 Euro eingeplant.

11. Siedlersteg: Ab Mitte Mai bis Ende Oktober sollen im Stadtteil Halsbach die Straße samt Regenwasserkanal, Trinkwasserleitung und Beleuchtung gebaut werden. Kosten: rund 375.000 Euro.

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