Freistaat sagt Buckelpisten den Kampf an

In den Straßenbau fließen mehr als 7 Millionen Euro

Freiberg.

Straßen mit Schlaglöchern, Rissen und zerfahrenen Banketten sind keine Seltenheit. Auch in der Freiberger Region begegnen Fahrzeuglenkern solche Trassen. Doch der Freistaat Sachsen sagt Holperpisten den Kampf an und pumpt in den kommenden Jahren eine Millionensumme in den Straßenbau. In der Gegend stehen gleich mehrere Projekte auf der Agenda, wie eine Auflistung von Franz Grossmann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) aufzeigt.

So soll in Krummenhennersdorf die Brücke über die Bobritzsch neu errichtet werden. Baurecht für das geschätzt 1,9 Millionen Euro teure Vorhaben besteht. Momentan wird laut dem Behördensprecher die Ausschreibung vorbereitet. Im Frühjahr waren Einwohner auf die Barrikaden gegangen und hatten sich bei einer Demo mit Nachdruck für einen Neubau stark gemacht. Denn die alte Brücke ist marode und so eng, dass zwei Fahrzeuge nicht aneinander vorbeikommen. Auch ein Fußweg fehlt.

Außerdem soll die Fahrbahn der S 196 von Krummenhennersdorf nach Dittmannsdorf erneuert werden. Hier rechnet das Lasuv mit Ausgaben in Höhe von 840.000 Euro. Auch die Strecke von Krummenhennersdorf nach Halsbrücke wird auf Vordermann gebracht. Kosten: rund 550.000 Euro. In Burkersdorf haben die Straßenbauer in absehbarer Zeit genauso zu tun - ein weiterer Abschnitt der S 208 wird für rund 1,9 Millionen Euro ausgebaut. Für diese drei Projekte besteht, wie Sprecher Grossmann erläutert, Baurecht, jedoch noch nicht für ein weiteres Vorhaben - den Bau der Ortsdurchfahrt (S 195) von Reinsberg. Laut Grossmann ist dies nicht nötig, da es um den Erhalt der Trasse geht. Ausgaben: circa 1,1 Millionen Euro.

Bis die Straßenbauer anrücken, dauert es. Wie der Freiberger Landtagsabgeordnete Steve Ittershagen (CDU) jüngst mitteilte, werden die Trassen in den Jahren 2020 bis 2022 auf Vordermann gebracht. Auch der Bau der Brücke in Krummenhennersdorf wird voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen. "Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Freiberger Land ist auf gutem Weg", bemerkte Ittershagen. Und weiter: "Es ist gelungen, dass längst fällige Maßnahmen nun endlich umgesetzt werden." Dazu zählt übrigens auch der gut 900.000 Euro teure Abbruch der ehemaligen Bahnbrücke an der S196 in Halsbrücke. Dieser wird laut Ittershagen Mitte nächsten Jahres angegangen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...