Fußweg nach Kleinschirma: Freiberg reagiert auf Petition

Seit Jahren wird um mehr Sicherheit entlang der Kleinschirmaer Straße gerungen. Die Stadt hat jetzt ein Angebot gemacht.

Kleinschirma/Freiberg.

Die Stadt Freiberg hat angeboten, der Gemeinde Oberschöna für den Bau eines Fußweges an der Kleinschirmaer Straße Land abzutreten. Die Straße verbindet den Oberschönaer Ortsteil Kleinschirma mit der B 173 im Westen Freibergs; ihre Einmündung liegt nahe des Kinopolis. Im November 2008 war ein 15-jähriger Fußgänger auf der Straße von einem Pkw erfasst und tödlich verletzt worden.

Nach dem Unfall habe die Gemeinde Oberschöna das Bankett neben der Straße verbreitert und so einen behelfsmäßigen Fußweg errichtet. Wie Guntram Wagner als Ortsvorsteher von Kleinschirma weiter sagte, seien bislang aber alle Bemühungen um eine ordentliche Lösung erfolglos geblieben. "Die Strecke wird nicht nur beispielsweise von Kindern aus Kleinschirma auf dem Weg zur Schule genutzt, sondern auch von Freibergern für Spaziergänge in den Wald", verdeutlicht Wagner, dass es ein gegenseitiges Interesse am Wegebau gibt.

Ortschaftsrat und Ortsverein Kleinschirma hatten sich deshalb im Juni dieses Jahres erneut an die Stadt Freiberg gewandt. Ihr Wunsch, unterstützt von mehr als 300 Unterschriften: ein kombinierter Fuß- und Radweg, "der sich klar von der Autofahrbahn abgrenzt und im Winter vom Schnee geräumt wird."

Über die Petition hat der Freiberger Stadtrat Anfang des Monats beraten und das Flächenangebot beschlossen. Da man sich im Korridor der geplanten Umgehungsstraße befinde, hieß es, sei für den Weg nicht mit Fördermitteln, wohl aber mit Rückbaukosten zu rechnen - Gesamtaufwand: 220.000 Euro.

In der Sitzung des Ortschaftsrates von Kleinschirma zeigte sich Bürgermeister Rico Gerhardt (CDU) am Donnerstag "dankbar, dass die Stadt Freiberg ein Angebot gemacht hat." Nun müsse man verhandeln. Die Baukosten halte er aber für zu hoch geschätzt. Ortschaftsrat und Ortsverein wollten sich erst äußern, wenn die Antwort aus Freiberg offiziell und komplett vorliege - bislang sei das nicht der Fall.

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