Gemeindeball top, Terminkoordination ausbaufähig

Seit vier Jahren hat Bobritzsch-Hilbersdorf einen Kultur- und Sportbeirat. Nach vier Jahren ziehen die zehn Mitglieder Bilanz.

Bobritzsch-Hilbersdorf.

Dass alles sofort und reibungslos klappen würde, davon war keiner ausgegangen. So fällt die erste Bilanz des Bobritzsch-Hilbersdorfer Kultur- und Sportbeirates zum Ende der Legislaturperiode gemischt aus.

Ausgangspunkt für die Gründung 2015 war, dass die Bürger damals bemängelten, dass in Sachen Kultur, Sport und Vereinsleben zu wenig getan werde, fasst Steffen Schmieder vom Beirat zusammen. Daraufhin wurde der Kultur- und Sportbeirat ins Leben gerufen; je ein Mitglied des Gemeinderates und ein sachkundiger Einwohner, zu zweit stets aus einem der fünf Ortsteile kommend, kümmern sich seither um die Kommunikation zu den Vereinen und Interessengruppen, auch um die Veranstaltungen untereinander zu organisieren.


So sei es gelungen, dank des Zusammenspiels von Verwaltung und Bürgerschaft Doppelbelegungen von Terminen zu reduzieren. Dennoch sei man mit dem Erreichten noch nicht zufrieden, wie ein Blick auf den Veranstaltungskalender am 22. Juni offenbart. Da finden das Stelldichein in Hilbersdorf, das Feuerwehrfest in Niederbobritzsch und der Tanz in den Sommer in Sohra statt. Nicht optimal, so das Fazit.

Ein wirklicher Gewinn sei aber die Umgestaltung des früheren, eher weniger geliebten Gewerbeballs in den mittlerweile populären Gemeindeball, der nach Niederbobritzsch, Sohra und Hilbersdorf im kommenden Jahr im Freibad Naundorf stattfinden wird. Die Lokalität macht dabei eine Terminverschiebung unabdingbar, weshalb statt für Mitte Februar zum 6. Juni 2020 eingeladen wird. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Im Rahmen dessen werden erneut die Bürgerpreise verliehen, ebenfalls etwas, wofür der Beirat verantwortlich zeichnet. Man hofft auf zahlreiche Vorschläge, denn Menschen, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement verdient gemacht haben, gebe es in den Ortsteilen glücklicherweise viele.

Die Gemeinde gibt Jahr für Jahr pro Ortsteil 1000 Euro für Initiativen, Veranstaltungen und Projekte dazu. So konnte der Kultur- und Sportbeirat in den letzten vier Jahren 20.000 Euro an Förderungen verteilen. Damit wurden Ausstellungen, Festwochen oder Feuerwehrfeste ebenso unterstützt wie etwa der Bau einer Rutsche im Naundorfer Freibad. "Das soll auch künftig unbedingt so bleiben", sagt Bürgermeister René Straßberger (CDU).

In Zukunft will sich der Beirat nach der großen Resonanz auf den Crosslauf am 18. Mai in dessen Organisation für 2020 deutlich stärker einbringen und damit den Naundorfer Touristikverein entlasten.

Kritik gab es, so Straßberger, dass der Beirat zu wenig nach außen wirke und es schwer sei, sich über dessen Arbeit zu informieren. Künftig wolle man mehr über das Amtsblatt kundtun. Auch wäre es möglich, über Vorträge zu bestimmten Themen, die in nicht öffentlichen Sitzungen besprochen werden, zu berichten. Inwieweit das umsetzbar ist, müsse man beraten, auch weil sich die Zusammensetzung mit dem neuen Gemeinderat ändern werde. "Der neue Gemeinderat wird bemüht sein, die vorgegebenen Fußstapfen zu füllen", fasst Steffen Schmieder zusammen.

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