Geöffneter Gasthof im Corona-Lockdown: Nicht nur die Wirtin muss zahlen

Die Reinsberger Gastronomin war Ende 2020 angezeigt worden, weil sie in ihrem Gasthof Gäste bewirtete und damit gegen die Corona-Verordnung verstieß. Jetzt erhielt sie die Bußgeldbescheide - und legte Widerspruch ein. Auch ihre Gäste werden zur Kasse gebeten.

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88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    4
    OlafF
    29.01.2021

    @neuhier:

    Den Fellachen im pharaonischen Ägypten machte man auch glauben, daß das Heben und Sinken der Wasser des Nils (das sie für die Flutung ihrer Felder, also gegen ihr Verhungern benötigten) von ihrem Wohlverhalten abhinge.

    Ich bin mir ziemlich sicher, nicht "Einer von 80 Millionen" zu sein, der meint das fehlende Kritikfähigkeit und fehlendes Fehlermanagement unserer Regierung das Vertrauen des Souveräns zerstört haben. Denken Sie an die Untersuchungen des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentats, an das Maut-Debakel oder an das Wire-Card-Skandal. Alles Beispiele ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen. Viele sehen keine Perspektiven, nur noch mediale Propaganda und "Zuckerbrot und Peitsche". Die amtietende Regierung kann nicht durch noch so strenge Lockdows und anschließende Selbstbeweihräucherung die bestehenden Probleme lösen, sondern nur nach hinten verschieben. Sie möchte an der Macht bleiben.

  • 2
    5
    neuhier
    29.01.2021

    @OlafF: Am 26. September 2021 ist doch Bundestagswahl. Da haben Sie Möglichkeit, all das umzusetzen, was Sie unten schreiben. Dennoch sollten Sie aber auch erkennen, dass Sie nur 1 Perrson von über 80 Millionen (wahlberechtigt etwas über 60 Millionen) sind. Dabei macht Sachsen gerade mal 5% der bundesdeutschen Bevölkerung aus. NRW im Vergleich an die 20%.

  • 4
    6
    OlafF
    29.01.2021

    @Jurri:Wenn ich morgens in Deutschland aufstehe, sehe ich kein Feuer, sondern Dunkelheit. Und die Väter des GG haben es geschaffen, damit es als Fundament unseres Staates auch in schlechten Zeiten standhält und nicht zum bloßen Lippenbekenntnis verkommt. Somit wäre ich froh, wenn D endlich aufwacht. Und damit meine ich weder Extremismus noch Gewalt, sondern selbstständig zu Denken.

    Artikel 20

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

  • 8
    6
    Juri
    28.01.2021

    Na "OlafF", da spielen Sie aber ganz schön mit dem Feuer. Vermeintliche Fehler benennen und bei der Beseitigung aktiv dabei sein - ja!
    Aber das was Sie hier anregen, das halte ich für gefährliches Zündeln. Es gibt einige Leute, die auf solche Signale nur warten.
    Bei allem aktuellen Dilemma, sind sie froh, dass Sie morgens ihre Augen in Deutschland aufmachen können.

    "eggerle" - ..."Dieses Leben ist einfach keines mehr". ....
    Ich gehe mit Ihnen: Es ist schwierig, oft erscheint es ungerecht, vieles macht Sorgen, gar Angst. Allerdings Ihr Satz auch. Vor allen Angst um Sie.
    Es gibt, außer für unser Sterben, für alles eine Lösung. Es gibt Hoffnung. Auch für diese aktuell verfahrene Kiste.

  • 80
    35
    TWe
    27.01.2021

    @eggerle
    "Und dann haben wir so etwas ähnliches, wie eine revolutionäre Situation, die der Staat dann nicht mehr beherrschen können wird."

    Immer schön ruhig bleiben.

    Die Situation ist für viele Gewerbetreibende einfach besch... Da gibt es nichts drum herumzureden. Zur Wahrheit gehören aber auch die Stapel von Särgen vor den überlasteten Krematorien...

    Die hier porträtierte Gastronomin schien es offenbar darauf angelegt zu haben, mit den Behörden in Konflikt zu geraten. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie es auf drei Polizeieinsätze mit entsprechenden Bußgeldbescheiden hat ankommen lassen.

    Dies als Anlass für eine Revolution zu nehmen, führt allerdings dann doch ein bisschen weit.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass die Mehrheit unserer Mitmenschen die aktuellen Einschränkungen zwar als äußerst belastend, gleichzeitig jedoch als notwendig betrachtet.

  • 47
    33
    OlafF
    27.01.2021

    @Eggerle: Der Staat, das sind wir alle. Unser Grundgesetz erlaubt uns selbst, darüber zu entscheiden von wem wir regiert werden wollen.
    Wenn wir eine bestehende Regierung ablösen wollen, weil wir den Eindruck haben, diese versuche die rechtsstaatliche Ordnung langfristig zu beseitigen, dann sind wir dazu berechtigt. Einzige Bedingung: Es muss möglichst friedlich und in jedem Fall demokratisch erfolgen. Ein Jahr ist lang genug, um einzuschätzen, wie "gut" Pandemiepläne umgesetzt, Risikogruppen geschützt wurden und im Gegensatz dazu die Gesamtgesellschaft vor Kollatetalschäden bewahrt werden konnte.

  • 81
    51
    eggerle
    27.01.2021

    Mit dem Versprechen, dass bald alles besser wird, haben uns die Politiker gebeten, durchzuhalten. Das hat fast jeder eingesehen. Nachdem aber zwischenzeitlich bekannt wurde, dass die Politiker bei der Beschaffung des Impfstoffes wie Dilettanten umher getapst sind und deshalb ein Ende der Pandemie überhaupt nicht mehr in Sicht ist, sinkt diese Einsicht. Dieses Leben ist einfach keines mehr. Es ist zu befürchten, dass die Zahl derer, die sich die Beschränkungen nicht mehr bieten lassen wollen, steigen wird. Und dann haben wir so etwas ähnliches, wie eine revolutionäre Situation, die der Staat dann nicht mehr beherrschen können wird.

  • 89
    16
    marienthal
    27.01.2021

    Dass das leider für manch Einen unfair ist kann ich durchaus verstehen. Und irgendwo ists nach dem Clientel dann auch schon eher eine Kantine als eine Gaststätte. Was ich immer wieder schade finde ist, dass die Gaststätten die waren, die sich Hygienekonzepte ausgedacht haben, als erstes geschlossen wurden. Gerade dort vermute ich die geringste Ansteckung, wenn genügend Abstand zwischen den Tischen herrscht.
    Insgesamt fehlt mir eigentlich noch eine Studie, wo die meisten Ansteckungen passiert sind.