Großbrand bei Freiberg: Vier Personen im Krankenhaus

Ein Bewohner des Hofes, auf dem am Pfingstmontag ein Feuer ausgebrochen war, und ein Feuerwehrmann kamen mit Verbrennungen in ein Krankenhaus.

Zethau.

Viele Kilometer weit bis nach Chemnitz waren hohe Rauchsäulen zu sehen. Ihren Ursprung hatten sie in einem Scheunenbrand im Muldaer Ortsteil Zethau. Das Großfeuer war am späten Montagvormittag ausgebrochen. Zwei Scheunen eines Vierseithofes am Schwingereiweg brannten in voller Ausdehnung. Das Feuer vernichtete eins der historischen Gebäude fast vollständig, ein weiteres wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein 58 Jahre alter Bewohner des Hofes und ein Feuerwehrmann kamen mit Brandverletzungen ins Krankenhaus. Zwei weitere Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.

Um 11.26 Uhr schrillte bei der Gemeindewehr im Erzgebirgsort der Alarm. Neben den Zethauer Kameraden waren auch die Wehren aus Helbigsdorf, Mulda, Brand-Erbisdorf, Großhartmannsdorf, Sayda und Voigtsdorf im Einsatz. "Insgesamt waren wir mit rund 100 Kameradinnen und Kameraden vor Ort", berichtete Gerd Saring, Gemeindewehrleiter von Mulda und Leiter des Einsatzes, der "Freien Presse".

Die Einsatzkräfte standen vor einigen Schwierigkeiten. "Kompliziert war die hohe Brandintensität", gab Gerd Saring kurz vor Abschluss des Einsatzes zu Protokoll. "Es war ein unglaublich schneller Brandverlauf." Hinzu kam ein besonders hoher Wasserbedarf, der aber nicht einfach so zu decken war. "Die Löschwasserquelle liegt weit weg", so der Einsatzleiter. Über mehrere hundert Meter zogen sich mehrere Schläuche entlang der Wege bis zum Löschwasserteich hin.
Zur Brandursache könne man sich noch nicht äußern, hieß es von der Feuerwehr am Nachmittag. Die Ermittlungen dazu begannen erst nach Ende der mehrstündigen Löscharbeiten. Die Hauptstraße im Ort war zwischen Voigtsdorfer Straße und Ortsausgang wegen des Feuerwehreinsatzes voll gesperrt.

Bereits am Pfingstsonntag hatte sich ein Scheunenbrand in Tharandt bei Dresden ereignet. Dort war laut Polizeiangaben vermutlich bei Reparaturarbeiten an einer Kühlanlage die Scheune in Brand geraten. Das Gebäude brannte samt neuer Melkanlage und darin stehendem Auto nieder, es entstanden mindestens 250.000 Euro Schaden.
Durch Wind entfachter Funkenflug aus einer nicht vollständig gelöschten Feuertonne erfasste am Sonnabend gegen 21 Uhr zudem einen überdachten Holzstand an der Frauensteiner Straße in Dippoldiswalde und entzündete ihn - Schaden laut Polizeiangaben: rund 2000 Euro. (mit smc/sane/grit)

 

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