Großes Projekt für neue Glocken steht

Sachverständiger erklärt nötige Arbeiten - Frauensteiner helfen mit Spenden

Frauenstein.

In das Glockenprojekt von Frauenstein kommt Bewegung: Der Glockensachverständige der evangelischen Landeskirche Christian Schumann berichtet allen Interessierten in einem Informationsabend am heutigen Donnerstag über das Vorhaben in der Silbermannstadt. Das Geläut im Frauensteiner Kirchturm schweigt seit vergangenem November. Schäden am Glockenstuhl und an den Eisengussglocken selbst sind der Grund. Wegen dieser Schäden hatten Fachleute das Geläut sofort stillgelegt.

Engagierte Frauensteiner bemühen sich nun gemeinsam mit Pfarrer Daniel Wüst um eine möglichst schnelle Sanierung der Schadensteile sowie ein neues Bronzegeläut. Dieses soll die Eisengussglocken ablösen. Klar ist: Es wird ein umfangreiches Vorhaben. "Das Projekt umfasst ein Schwingungsgutachten für den Turm, den Ausbau der alten Glocken und des bisherigen Glockenstuhls sowie die statische Sicherung des Kirchturms. Hinzu kommen die komplette Erneuerung des Glockenbodens, der Einbau eines Glockenstuhles aus Eiche, die Erneuerung der Jalousien, der Guss von drei neuen Bronzeglocken - passend zur noch vorhandenen Bronzeglocke aus dem Jahr 1872", erklärt Pfarrer Daniel Wüst. Außerdem muss sie zusammen mit den neuen Glocken eingebaut werden. Im Fokus sind zudem "die Überarbeitung der Turmuhr und die Anpassung des Stundenschlages", zählt der Pfarrer weitere Einzelheiten auf.

Eine genaue Kostenkalkulation zu dem umfangreichen Vorhaben ist nach seinen Worten erst möglich, nachdem eine Entscheidung über die Tonfolge des künftigen Geläutes getroffen ist. Dies stehe mit der Größe und dem Gewicht der neuen Glocken in direktem Zusammenhang. "Wir wissen, dass die Gesamtkosten mit weit mehr als 200.000 Euro zu Buche schlagen werden und wir mindestens die Hälfte der Kosten als Eigenmittel aufbringen müssen", erklärt der Pfarrer. In den vergangenen Wochen seien viele Spenden eingegangen. Dafür sind die Initiatoren laut Friedmar Altwein sehr dankbar. "Der Stand des Spendenkontos betrug Anfang Dezember genau 12.136,77 Euro. Bis Anfang Februar ist er auf 19.159,68 Euro gestiegen."


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.