Großschirma 2020: Der Fahrplan steht

Die Kommune hat ein neues Stadtentwicklungskonzept. Einige Punkte könnten schon bald umgesetzt werden. Ob allerdings alle Blütenträume reifen, ist fraglich.

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Große Pläne für Großschirma: Die Sanierung und Erweiterung der Großschirmaer Sporthalle, die Errichtung eines Spielplatzes in Seifersdorf und die Beschilderung von Rad- und Wanderwegen sollen möglichst bis 2018 erfolgen. Das sieht das Stadtentwicklungskonzept vor, das die Stadträte auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen haben.

Architektin Simone Göll und Bauingenieurin Grit Möschke haben das Papier erarbeitet. Die Kosten belaufen sich auf zirka 12.000 Euro, wobei 90 Prozent der Kosten für das Stadtentwicklungskonzept über das Programm "Integrierte ländliche Entwicklung" gefördert werden. Das vorherige Konzept stammte aus dem Jahr 2008.

Die Großschirmaer Sporthalle soll bis 2018 saniert und erweitert werden. Denn laut der 2015 aufgestellten Sportstättenleitplanung gibt es im Stadtgebiet einen Bedarf für mindestens zwei Einfeldhallen. Die Siebenlehner Halle war bereits 2006 grundhaft saniert worden. Die Kosten belaufen sich laut Konzept auf 2,4 Millionen Euro, wobei Fördermittel über das Programm Leader erwartet werden.

Ebenfalls bis 2018 soll ein Spielplatz in Seifersdorf errichtet werden - als Treffpunkt für alle Generationen. Das Projekt wird im Zusammenhang mit der Sanierung der Neuen Schule zum Vereinsheim erfolgen. Diese soll vom örtlichen Heimatverein mit Unterstützung der Stadtverwaltung durchgeführt werden. Die Planungen laufen. Der Spielplatz am Vereinsheim soll schätzungsweise 15.000 Euro kosten. Zuschüsse könnten über das Modellvorhaben Landaufschwung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft erfolgen. Als Beispiel, wie der Platz einmal aussehen könnte, nennt das Konzept den Spiel- und Freizeitplatz an der Freiberger Schmiedestraße.

Ebenfalls kurzfristig umgesetzt werden könnte die Ausschilderung und Kartierung von Rad- und Wanderwegen der Stadt Großschirma. Dabei sollen fehlende Infotafeln und Hinweisschilder angebracht und veraltete ausgetauscht werden. Entlang der Rad- und Wanderwege ist ein einheitliches Beschilderungssystem vorgesehen. Zudem empfehlen Architektin Göll und Bauingenieurin Möschke die Einrichtung von Themenpfaden, beispielsweise zu Muldental, Altbergbau und Naturschutzgebieten im Zellwald. Für die Schilder veranschlagen sie bis zu 12.000 Euro, hinzu kommen rund 3000 Euro für eine Wegenetz-Konzeption und die Internetpräsentation. Auch für die Wege kann mit Zuschüssen über das Leader-Programm gerechnet werden.

Bis 2020 soll der Internetauftritt der Stadt Großschirma zeitgemäß überarbeitet und ergänzt werden.Als Beispiel für eine gelungene Homepage nennt das Konzept die Seite der Stadt Mittweida. Die Kosten werden mit bis zu 15.000 Euro plus professionelle Fotoaufnahmen für 3000 Euro veranschlagt.

Laut Großschirmas Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) soll in der nächsten Sitzung des Technischen Ausschusses über das weitere Vorgehen beraten werden.In der Stadtratssitzung in Hohentanne hatte Margot Schleicher (Freie Liste) betont, dass mit dem Konzept die Arbeit von Verwaltung und Stadtrat künftig gezielter gesteuert werden kann. Zugleich sprach sie sich für eine stetige Aktualisierung des Papiers aus. Auch Stadtrat Gunther Zschommler (CDU/RBV) sagte: "Es ist ein guter Fahrplan. Wir sollten damit arbeiten und Schwerpunkte setzen."

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