Heimarbeit in der Corona-Zeit: Ein Gruß aus dem normalen Leben

Heimarbeit: Wie wir die retten könnten, die wir nachher so sehr brauchen

Freiberg.

Es gibt die Momente, in denen man merkt, dass das normale Leben weiter geht. Draußen, irgendwo. Parallel zu unserem jetzigen. Manchmal meldet es sich auch. Bei mir jetzt in Form der Rechnung von der Autoversicherung. Auto-Versicherer habens gut, denke ich. Die Straßen sind leer, kaum jemand fährt noch Auto, und so kann auch niemand Unfälle bauen. Den Versicherern spart das blankes Geld. Den Werkstätten dagegen nicht. Des einen Freud, des anderen Leid. Wer einen Job hat, der nicht von Corona betroffen ist, der hat nun vermehrt Stress. Geldsorgen gehören nicht für alle Menschen zu dieser Krise dazu. Es mangelt schließlich schlicht an Gelegenheiten, Geld loszuwerden. Die Kinder würden gern ins Schwimmbad, ins Waldcafé, zu Möbel Mahler. Urlaub, Kultur, Freizeitspaß, Gastronomie, großflächiger Handel: Sie alle müssen ohne unsere Kröten auskommen. Mancher kann kaum noch "Quak" machen. Ich hätte da also einen Vorschlag: Ein freiwilliger, lokaler Kulturgroschen, der überall da auf die Rechnung draufgehauen wird, wo wir noch Geld zahlen können: Im Supermarkt, beim Bäcker, im Einzelhandel, in der Drogerie. Vielleicht zehn Prozent pro Einkauf. Die wegen mir in Corona-Spardosen wandern. Und die dann gesammelt werden und zentral an alle die Dienstleister und Kulturschaffenden verteilt werden, die derzeit zum Nichtstun verdammt sind. Die aber nachher noch da sein sollten. Da wir sie dann umso dringender brauchen. Für Geist und Seele. www.freiepresse.de/heimarbeit


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