Heißer Kampf im kalten Schnee

"Freie Presse"-Skipokal am 8. und 9.Februar

Augustusburg.

Erst in der Krise zeigt sich, wie gut ein Team ist. Als Frau Holle endlich die richtigen Kissen geschüttelt hatte, schalteten die Macher des Nachtslaloms nach dessen Absage schnell in den Aktivmodus und bereiteten das Sportereignis unverzüglich vor. Die "Freie Presse" sprach mit drei der Unterstützer:

Ohne Uwe Schreier vom Mitausrichter, dem Augustusburger Freizeitzentrum "Rosts Wiesen" (AFR), ist der Nachtslalom nicht vorstellbar. "Als Dreijähriger habe ich auf dem Hang Anfang der 1970er-Jahre mein erstes Rennen in meiner Altersgruppe gewonnen", erinnert sich AFR-Geschäftsführer und Gesellschafter. "Schon zu DDR-Zeiten habe ich Lift-Dienst geschoben. Mein Vater hat Ende der 60er-Jahre dort den ersten Lift gebaut." Beim Nachtslalom müsse man mitmachen, weil der Wettbewerb von der Höhenlage profitiere. Sehr oft sei Schreier selbst am Hang unterwegs. "Ich fahre aber die Raupe", sagt er. Dafür wedeln seine neun und elf Jahre alten Söhne oft über die Piste.

Mirko Fleischer weiß am Nachtslalom zu schätzen, dass es eine Veranstaltung für jeden ist, vom kleinsten Kind bis zum Erwachsenen. "Jeder kann mitmachen. Das ist bester Breitensport", sagt der Vizechef des Skiclubs Augustusburg. "Ich habe mich von Anfang an engagiert, auch um Leute zu motivieren, in unseren Skiclub zu kommen." Aktuell hat der Verein circa 125 Mitglieder. Fleischer ist einer der Übungsleiter im Club. "Ich trainiere vor allem die Kleinen bis zur vierten Klasse, aber auch die Jugendlichen bis zur U 18", sagt der Inhaber einer C-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes. Am schönsten beim Nachtslalom sei es, wenn Teilnehmer so angetan sind, dass sie auch eine weite Anfahrt auf sich nehmen. "Wir hatten schon Gäste aus Berlin, aus dem Harz und aus Franken", erinnert sich Mirko Fleischer.

Für Joachim Uhlmann ist es eine lange Tradition, sich beim Nachtslalom zu engagieren. "Seit kurz nach der Wende bin ich dabei, nicht zuletzt wegen der guten Verbindung zu meinem Kollegen Matthias Moser." Der Skiclub-Chef und Uhlmann hatten ihre Praxen lange im selben Haus, dem früheren Landambulatorium, direkt gegenüber dem Café Friedrich. Zahnarzt Moser zog aber später aus und eröffnete seine Praxis ein paar Häuser weiter. (dahl)

www.skiclub-augustusburg.de

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