Helbigsdorfer loben: Baufirma zeigt sich sehr kooperativ

Die Ortsdurchfahrt wird seit dieser Woche endlich gebaut. Und die Einwohner des Muldaer Ortsteils verbinden mit den Arbeiten eine große Hoffnung.

Helbigsdorf.

Gute Nachricht: Die Arbeiten an der Helbigsdorfer Ortsdurchfahrt laufen planmäßig. Der erste Bauabschnitt von der Kreuzung Staatsstraße/Zethauer Straße bis zum Grundstück Hauptstraße 3 ist fertiggestellt. Am Mittwoch wurde auf dem etwa 1,2 Kilometer langen Abschnitt die Asphaltdecke aufgezogen. Das teilte Isabel Pfeiffer, die Sprecherin des zuständigen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), auf Anfrage von "Freie Presse" mit. Jetzt seien auf dem Teilstück nur noch kleinere Restarbeiten zu erledigen. Ab nächste Woche komme der zweite, ebenfalls 1,2 Kilometer lange Abschnitt von der Hauptstraße 3 bis zur neuen Feuerwache an die Reihe. Insgesamt umfasst das Projekt drei Abschnitte. Die neue Asphaltdecke ist vier bis sechs Zentimeter dick. Geplante Kosten: rund 625.000 Euro.

Die Helbigsdorfer sind sehr froh, dass die Baumaßnahmen noch vor dem kommenden Winter angefangen haben. Das sagte Katrin Weigold, die für die Freien Wähler Mittelsachsen im Muldaer Gemeinderat sitzt und zugleich Mitglied im Ortsverein "Drei weiße Birken" ist. Wie die anderen Einwohner auch hoffe sie, dass das Wetter freundlich bleibt und die Arbeiten zügig voran gehen, damit sie bis zum Winter abgeschlossen werden. Die Helbigsdorferin fügt hinzu: "Wir hoffen auch, dass die Baufirma weiterhin so kooperativ ist und die Einschränkungen für die Anwohner so gering wie möglich bleiben." Zur Modellbahnbörse am Sonntag im Vereinshaus seien die Bauarbeiter vom Chemnitzer Verkehrsbau sehr entgegenkommend gewesen: Sie hätten die Baustelleneinrichtung am alten Gasthof zusammen gerückt, damit genügend Parkflächen für die Gäste zur Verfügung standen. Katrin Weigold: "Das wird wieder wichtig für unsere nächste Veranstaltung am 16. November." Dann trete die Band Nessaja im Saal auf, die Titel von Peter Maffay und weiteren deutschen Interpreten im Programm hat.

Seit Jahren kämpfen die Helbigsdorfer um den Ausbau ihrer Ortsdurchfahrt. Im Frühjahr pflanzten sie sogar Frühblüher in Schlaglöcher, um auf den schlechten Straßenzustand aufmerksam zu machen. Jetzt ist die Meinung der Dorfbewohner zum Straßenbau geteilt. Viele Einwohner sind erleichtert, dass endlich großflächig etwas getan wird. Jedoch hätten sich die Helbigsdorfer einen grundhaften Ausbau gewünscht. "Denn im Ort gibt es viele Gefahrenstellen, die nur bei einem grundhaften Ausbau beseitigt werden können", so ihre Meinung.

Zudem sei unklar, wie lange die neue Asphaltdecke auf dem maroden Untergrund hält. Allerdings sagt Lasuv-Sprecherin Isabel Pfeiffer auf Anfrage von "Freie Presse": Ein grundhafter Ausbau ist "derzeit nicht in Planung".

Für den Nahverkehr und Schulbusse ist zeitweise eine Buswendestelle an der alten Feuerwache eingerichtet, denn die Haltestelle "An der Schmiede" wird nicht bedient. Informationen zum Ersatzfahrplan hängen an den Haltestellen aus. Die Umleitung verläuft aus Richtung Mulda kommend über die K 7732 (Zethauer Straße/Hauptstraße) nach Zethau und Obersaida, die S 215 und die B 101 nach Großhartmannsdorf bis zur S210, und in der Gegenrichtung analog.

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