Helbigsdorfer Ortsdurchfahrt wird repariert

Die Staatsstraße soll nun in diesem Jahr doch instand gesetzt werden. Damit reagiert das Landesamt auf Proteste.

Helbigsdorf.

Die Helbigsdorfer haben nicht lockergelassen - und es hat sich gelohnt: Ihre Ortsdurchfahrt soll jetzt doch im Sommer instand gesetzt werden. Das sagt Isabel Siebert, die Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), auf Anfrage der "Freien Presse". Ihren Angaben zufolge konnten "durch interne Umschichtungen" kurzfristig Mittel bereitgestellt werden, um die "dringlichsten Schäden" zu beseitigen. Ziel des Landesamtes sei es, die Befahrbarkeit von Staatsstraßen kurzfristig zu verbessern. Dies treffe auch die S 210 in Helbigsdorf zu.

Laut Siebert werden die Straßenabschnitte, die repariert werden, erst noch genau festgelegt. Erst wenn sie feststehen, könne die Behörde Aussagen zu den Kosten machen. Derzeit werde der Reparaturaufwand für die Hauptstraße auf rund 8000Quadratmeter geschätzt. Isabel Siebert betont: "Die vorgesehenen Reparaturen sind kleinräumig, es handelt sich um Instandsetzungen." Geplante Erhaltungsmaßnahmen würden damit nicht ersetzt.


Seit Jahren ringen die Gemeinde Mulda, Gemeinderäte und Anwohner um eine Instandsetzung der Buckelpiste. Im Februar sagte Oliver Schlesier, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Helbigsdorf: "Das kann man keinem mehr anbieten." Etliche Stoßdämpfer seien schon hinüber. Und für Radfahrer sei es fast lebensgefährlich. "Es ist eine Katastrophe", so Schlesier. Die Hauptstraße werde von vielen Fahrern genutzt, die von der B 101 nach Mulda fahren.

Um auf den schlechten Straßenzustand hinzuweisen, hatten Unbekannte im März Krater in der Straße rot markiert. Katrin Weigold vom Ortsverein "Drei weiße Birken" sagte: "Wir haben mehr Schlaglöcher als Einwohner." Helbigsdorf zählt rund 360 Einwohner.

Mitte April luden die Helbigsdorfer den Landtagsabgeordneten Gernot Krasselt (CDU) in den früheren Gasthof ein, den der Ortsverein mit Unterstützung der Gemeinde und Fördermitteln zu einem Vereinshaus umgebaut hat. Bei dem Termin, an dem auch Bürgermeister Reiner Stiehl, Wehrleiter Oliver Schlesier und Ortsvereinschef Ralf Ahrens teilnahmen, ging es um die Ortsdurchfahrt. "Wir haben Krasselt darum gebeten, unsere Forderung nach einem zügigen Bau der Straße zu unterstützen", so Weigold. Der Landespolitiker habe das Problem bei einem Termin im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr angesprochen - ebenso wie den katastrophalen Zustand der beiden Staatsstraßen in Neuhausen, die jetzt geglättet werden sollen.

Die Arbeiten an der Helbigsdorfer Ortsdurchfahrt werden laut der Straßenbaubehörde voraussichtlich im August erfolgen. Schon jetzt bittet Sprecherin Siebert um Verständnis für die Sperrungen der betroffenen Straßenabschnitte.

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