Hier geht in Freiberg die Post ab

Eine Exkursion zum Zustellstützpunkt am Knappenweg unternahmen "Wackelzähne" der Kita "Pusteblume". Und darauf haben sie sich gut vorbereitet.

Freiberg.

Sie hatten ganz viele Fragen: Die 17 Mädchen und Jungen der "Wackelzähne"-Gruppe von der Freiberger Kita "Pusteblume", die in dieser Woche den Zustellstützpunkt der Deutschen Post DHL Group am Knappenweg besucht haben. Kein Wunder: In den vergangenen Wochen hatten die Fünf- und Sechsjährigen schon viel über das Thema Post gelernt und auch in der Stadtbibliothek Bücher dazu ausgeliehen.

Die Vorschüler waren erwartungsvoll-aufgeregt, aber auch aufmerksam und wissbegierig. Und den Mitarbeitern in der Verteilstation für Briefe und Pakete war ebenso die Freude über den ungewohnten Besuch anzumerken. Obwohl Hochdruck herrschte, flitzten die Postfrauen und -männer lächelnd um die Gäste herum und erklärten alles geduldig. Mit großen Augen beobachteten die Kinder, wie Mitarbeiterin Marika Leufert in Windeseile die Briefe in zig Fächer für die Zusteller vorsortierte. "Das geht ja schnell", sagte ein Junge staunend.

Höhepunkt der vorweihnachtlichen Stippvisite: Die Kinder hatten für ihre Eltern einen Brief vorbereitet. Jedes Kind durfte die Briefmarke darauf selbst abstempeln. "Das hat Spaß gemacht", sagte die fünfjährige Elsa. Sie erzählte, dass sie "einen Liebesbrief an Mama und Papa" geschrieben hat. Heike Noa, die Leiterin des Zustellstützpunktes, lobte den Eifer der Jüngsten und versprach: "Noch heute wird euer Brief ankommen." Auch einen Brief an den zentralen Weihnachtsmann der Bundesrepublik in Himmelspfort haben die Kinder geschrieben.

Besonders freute sich übrigens Uta Köhler, Zustellerin in Bobritzsch-Hilbersdorf, über den Besuch. Denn ihr Enkel Malte ist einer der "Wackelzähne". Uta Köhler arbeitet schon seit mehr als 40 Jahren bei der Post, sie steuert einen T5-Transporter.

Nach Freiberg kommen die Pakete und Päckchen von Ottendorf-Okrilla mit Lastwagen. Das erklärte Mitarbeiter Heiko Alexander den Kindern. Und er witzelte: "Weil eure Muttis so viel bestellen, haben wir so viel zu tun."

Anlass für den Besuch in der Post war übrigens ein Morgenkreis in der Kita, in dem es um Sehenswürdigkeiten in Freiberg ging. Das erzählte Erzieherin Maria Schönberger, die die Exkursion gemeinsam mit ihrer Kollegin Manuela Harwardt begleitete. "Und als die Kinder das Bild von der Post betrachteten, wollten sie die Post gern mal von innen sehen." So sei der Ausflug - die Kinder hatten einen 25-minütigen Fußweg zu bewältigen - zustande gekommen.

Und weil sich die Vorschüler viel mit dem Umgang mit Medien beschäftigen, führten sie auch ein kleines Interview mit Stützpunktchefin Noa, das sie mit einem Tablet aufzeichneten. Nila wollte wissen, wie die Briefe aus dem Briefkasten rausgeholt werden. "Da wird unten eine Klappe geöffnet", erklärte ihm die Postfrau. Nach dem Besuch sagte Til: "Mir hat alles gefallen, vor allem das Stempeln." Und auf die Frage, wer später einmal zur Post will, melden sich spontan zwei Kinder.

Der Zustellstützpunkt am Knappenweg zählt 70 Mitarbeiter. Er beliefert 44 Bezirke im Raum Freiberg mit Briefen, Karten, Paketen und Päckchen. Neben der Bergstadt sind das beispielsweise auch Siebenlehn, Reinsberg, Niederschöna, Naundorf und Oberschöna.

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