Hilliger-Glocken in Freiberger Petrikirche werden saniert

Freiberg.

Mit dem Abnehmen der beiden berühmten Hilliger-Glocken im Faulen Turm der Freiberger Petrikirche beginnt am heutigen Donnerstag eine Sanierungsaktion, die sich bis in den Herbst hineinziehen wird. Bei der jährlichen Inspektion im Jahr 2016 der vor etwa 500 Jahren in Freiberg gegossenen Glocken wurde ein Schaden an dem reichlich vier Tonnen schweren Bronzegeläut festgestellt. Seitdem schweigt diese wie auch die reichlich zwei Tonnen schwere und ebenso alte kleinere Glocke im Turm der am höchsten Punkt Freibergs gelegenen Petrikirche. Für die Arbeit an den kunsthistorisch wertvollen Bronzestücken wurden Experten herangezogen, die den Schaden analysiert und die Gründe dafür erforscht haben. Danach sind es möglicherweise statische Probleme von Glockenstuhl bis Klöppel, die dazu führten. Nun fertigt eine Heidenauer Glockenbaufirma offenbar die beide Glockenjoche neu und beseitigt auch den Schaden am Geläut. Die Glocken werden abgenommen, bleiben jedoch während der Arbeiten wenig tiefer im Glockenstuhl stehen.

Die Sanierung kostet aus bisheriger Sicht etwa 50.000 Euro, die hauptsächlich von der sächsischen Landeskirche getragen werden. Die Kirchgemeinde Petri bringt einen Eigenanteil und Spenden auf. (ar)

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