Hofladen macht Dreiseithof in Sohra komplett

Aroniasäfte, Honig, Schnaps und mehr aus eigener Produktion stehen in den Regalen. Etwas Geduld ist aber noch gefragt.

Bobritzsch-Hilbersdorf/Sohra.

Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist es vollbracht: Professor Wolfram Scharff, Inhaber des Dreiseithofs in Sohra, hatte jüngst eingeladen, um die Fertigstellung des Hofladens auf dem Areal zu begehen. So richtig eröffnet ist der Laden aber noch nicht. "Das geschieht im September", erklärt Scharff. "Dann haben wir auch die offiziellen Öffnungszeiten." Doch obwohl die meisten Regale noch übersichtlich bestückt sind, kann sich neben dem Äußeren auch das Innere des Häuschens sehen lassen. "Es ist nun hoffentlich das letzte Objekt, welches wir auf dem Gelände errichten", sagt der Inhaber.

Dass es so lange gedauert hat, hatte zwei Gründe. Im vergangenen Jahr waren kaum Firmen aufzutreiben und in den vergangenen Monaten brachte Corona alles durcheinander. Rund 75.000 Euro hat der Bau gekostet, zu Teilen gefördert durch das Leader-Programm.

Auf 45 Quadratmetern werden künftig nicht nur eigene Produkte des Dreiseithofes wie Aronia-Säfte, Honig, Schnäpse sowie Knoblauch angeboten. "Wir möchten auch mit Produzenten aus der Nachbarschaft kooperieren", meint Scharff und nennt etwa die Kaffeerösterei Reinhardt aus Burgstädt, eine Ölmühle, eine Straußenfarm und den Haupt'schen Hof aus Niederbobritzsch, für den man zumindest werben wolle. Auch von etwas weiter her kommen Waren, so etwa Käse und Bratwürste aus Thüringen. Mit dem neuen Hofladen ist somit ein letztes Puzzleteil für den Dreiseithof hinzugekommen.

Hofläden sind ein für viele Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte ein zusätzlicher Vertriebszweig, ergänzend zu anderen Möglichkeiten zum Verkauf regionaler Produkte, erklärt Cindy Krause von der Industrie- und Handelskammer Chemnitz, Regionalkammer Mittelsachsen. Ihre Zahl im Landkreis lasse sich nicht feststellen. "Unsere Mitgliederdatenbank stößt da an ihre Grenzen", gesteht sie. Eine Zugehörigkeit zur IHK ergibt sich durch eine angemeldete Tätigkeit beim Gewerbeamt. "Ein Hofladen steht selten allein da, sondern als Ergänzung zu einem Landwirtschaftsbetrieb oder Manufakturen", erklärt Krause. Nicht selten, wie etwa in der Gemeinde Striegistal, schließen sich Manufakturen zusammen, betreiben gemeinsam einen Hofladen oder Online-Shop. Hinzu kommen neue Vertriebswege, wie das immer beliebter werdende System der Marktschwärmer.

Einen Überblick für Mittelsachsen gibt es im Internet unter: www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.