"Ich schreibe ganz früh, da schlafen noch alle"

In der "Freien Presse" berichtet Eva-Maria Hommel aus dem Alltag mit Kindern - Leser können sie kennenlernen

Rochlitz.

Zum Tag der offenen Redaktion in Rochlitz wird am Samstag auch Eva-Maria Hommel erwartet. In der montäglichen Kolumne "Unter uns" in der "Freien Presse" sind Geschichten, die das Leben schreibt, speziell aus ihrer Feder zu lesen. Babette Philipp fragte die 33-jährige Freibergerin nach Ideen und Schreibzeit.

Freie Presse: Ist es ein komisches Gefühl, tausende Leser am Familienleben teilhaben zu lassen?

Eva-Maria Hommel: Manchmal schon. Aber die Leser erfahren ja nur einen ganz kleinen Teil. Außerdem denke ich sehr genau darüber nach, was und wie viel ich preisgebe. Mein Mann liest die Geschichten, und wir reden darüber. Im Großen und Ganzen vertraue ich meinem Gefühl und denke, das ist in Ordnung so.

Seit wann schreiben Sie die Kolumne?

Seit September vergangenen Jahres.

Wie kamen Sie auf diese Idee?

Ich habe die Kolumne, die von zwei "Freie Presse"-Redakteurinnen im wöchentlichen Wechsel geschrieben wurde, selbst gern gelesen. Als eine der Autorinnen ausstieg, habe ich gefragt, ob eine neue Schreiberin gebraucht wird. So war es, und ich bin seither dabei.

Sie hatten damals zwei Kinder?

Ja, meine Tochter war vier, mein Sohn ein Jahr alt.

Wann wurde daraus ein Trio?

Anfang August wurde unser zweiter Sohn geboren.

Wie bleibt bei einem solchen Kinderwirbel noch Zeit zum Schreiben und vor allem wann?

Das frage ich mich auch manchmal. Es hilft, dass die beiden Großen im Kindergarten und in der Krippe sind, aber der Kleine hält mich natürlich auf Trab. Ich schreibe am liebsten ganz früh. Da habe ich meine Ruhe, denn es schlafen noch alle.

Woher nehmen Sie die Ideen?

Aus dem Alltag. Manches ergibt sich direkt aus einer Situation heraus, in der ich schon denke: Das wird der nächste Text. Aber ich habe auch einen Spickzettel, auf dem ich Begebenheiten notiere.

Wer von Ihren Kindern ist momentan der beste "Geschichten-Lieferant"?

Die Große, weil man in ihrem Alter ganz einfach schon mehr Themen bespricht beziehungsweise sie diese mit nach Hause bringt. Sie stellt auch Fragen, die oft gar nicht so leicht zu beantworten sind. Ich denke dann darüber nach, und daraus entwickelt sich die nächste Geschichte.

Können die Leser Ihre Kinder am Samstag kennenlernen?

Ja klar, wir werden als Familie da sein, komplett. Ich freue mich, die Leser persönlich kennenzulernen.

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