Impfkampagne am Kreiskrankenhaus pausiert

264 Pikse gegen das Corona-Virus, doch jetzt werden an der Freiberger Klinik vorerst keine weiteren Spritzen gesetzt.

Freiberg.

Knapp ein Drittel der Mitarbeiter des Freiberger Kreiskrankenhaus sind bislang gegen das Corona-Virus geimpft. Wie Kliniksprecherin Dr. Ulrike Träger der "Freien Presse" auf Anfrage erklärte, sind bislang 264 Mitarbeiter immunisiert worden. Jetzt aber sei die Aktion wegen des bundesweiten Lieferengpasses für das Serum der Firma Biontech/Pfizer vorerst ausgesetzt. Wann es weitergeht, sei unklar.

"Sobald uns weiterer Impfstoff zur Verfügung steht, werden wir weiterimpfen. Unser Ziel ist es, die impfwilligen Mitarbeiter unseres Hauses so schnell wie möglich durchzuimpfen", versicherte Träger. Die Impfbereitschaft in der Belegschaft bezeichnete sie als gut: "Durch Aufklärung konnten wir die Impfbereitschaft in den eigenen Reihen noch einmal deutlich erhöhen." Bislang seien in der gut zweiwöchigen Aktion täglich 50 Personen aller Tätigkeitsgruppen gemäß der Priorisierung geimpft worden. Die mögliche Sorge, dass das Serum für die zweite Impfung fehlen könnte, bezeichnete Träger als unbegründet: "Das Serum für die Zweitimpfung nach 21 bis 28 Tagen liegt reserviert für uns am Klinikum Chemnitz in einer Spezialgefriertruhe." Es wird am Tag der Impfung in Chemnitz abgeholt. Um den wertvollen Inhalt beim Transport nicht zu beschädigen, wird er erst kurz zuvor aus dem Tiefkühl-Froster entnommen und in einer Kühlbox transportiert. In Freiberg muss es in der hauseigenen Apotheke zunächst auftauen.

Allen Geimpften geht es nach den Worten der Kliniksprecherin gut: "Uns sind keine Besonderheiten oder Probleme im Zusammenhang mit der Impfung bekannt. Es wurde lediglich über Symptome wie erhöhte Müdigkeit oder Schwellungen bzw. Schmerzen an der Einstichstelle berichtet", sagte Träger. Sie zähle das zu normalen Reaktionen: "Ganz ohne leichte Symptome wäre es auch seltsam. Denn daran erkennt man, dass der eigene Körper auf die Impfung reagiert hat."

Die jetzige Impfkampagne betrifft ausschließlich die Belegschaft, verweist Träger auf die bundesweit festgelegte Reihenfolge: "Der Impfstoff, den unser Haus aktuell erhält, ist zum Schutz unserer Mitarbeiter vorgesehen." (grit)

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