Impftermin: Quintett aus Rochlitz hilft Senioren

Jugendladen und Seniorenrat stampfen Angebot aus dem Boden

Mittweida/Rochlitz.

Das Impfzentrum in Mittweida ist am 11. Januar an den Start gegangen. Bereits einen Tag später haben in Rochlitz mehrere Leute den Kopf zusammengesteckt und ein neues Angebot aus dem Boden gestampft. Seither hilft eine Fünfergruppe über 80-jährigen Senioren dabei, sich für einen Impftermin online anzumelden.

"Wir haben bereits knapp 30 Menschen helfen können", sagt Elly Martinek vom Seniorenrat, der neben dem Jugendladen und der Stadt im Rahmen des Generationenprojekts "ZusammenWachsen" mit von der Partie ist.

"Wir haben erstmal alle auf dem Onlineportal registriert", ergänzt Sozialarbeiterin Peggy Lorenz, bei der die Fäden zusammenlaufen und die Anrufer aufschlagen. Diese vermittelt sie an Mitglieder des Seniorenrats weiter, die anschließend in die Spur gehen. Nachdem die Impfwilligen registriert sind, gilt es nun, auf einen freien Termin zu warten. "Es ist aber nichts frei", erklärt Lorenz. Mehrmals täglich prüfen die Sörnzigerin und die anderen Helfer auf dem Onlineportal, ob bald jemand nach Mittweida oder in eines der anderen Impfzentren, beispielsweise nach Borna, fahren darf. "Wir hängen in der Warteschleife", betont sie. Das liegt an Lieferengpässen des Impfstoffs durch den Hersteller Biontech/Pfizer.

Die Resonanz auf das Angebot ist bisher gut. "Die Leute sind dankbar und freuen sich über die Hilfe", sagt Peggy Lorenz, die zugleich erklärt, dass ihr das Engagement Spaß mache. Auch Elly Martinek spricht von positiven Rückmeldungen. Das verwundert nicht weiter: Die Anrufer haben entweder keinen Computer oder keinen Internetzugang. Das Registrieren, die Terminvereinbarung und das Ausfüllen der Unterlagen muss aber online erfolgen.

Doch das halten beide für kein Problem. Herausfordernd sind allerdings die Fahrten zum Impfzentrum und zurück. "Gut 50 Prozent wollen gerne gefahren werden", sagt Martinek. Nach einem Gespräch mit der Stadt, könnte der Transport über Sammeltaxis organisiert werden. "Wie das genau geht, daran sind wir dran", fährt die Rochlitzerin fort.

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