In neue Krippe ist Leben eingezogen

Babyboom in der Bergstadt: 60neue Plätze stehen für die jüngsten Freiberger im Stadtteil Friedeburg bereit. Für rund 3 Millionen Euro soll das Haus noch einen Kindergartenteil mit 100Plätzen bekommen.

Freiberg.

Die neue Kinderkrippe ist trotz der Kürze der Zeit, in der sie errichtet wurde, ein Prachtstück geworden. Seit dem 16. Januar sind sowohl die 30 Kinder, die aus der alten Einrichtung an die Kurt-Handwerk-Straße kommen, als auch die 30, die neu aufgenommen wurden, umgezogen. "Momentan befinden wir uns ganz stark in der Eingewöhnungsphase", sagt Leiterin Ines Wendisch. "Aber allen Bewohnern geht es dabei sehr gut, und sie genießen den AlltagindemneuenHaus." Räumlichkeiten: Insgesamt gibt es vier moderne Gruppenräume. Zu jedem gehören ein Schlafraum, ein Bad und eine Garderobe. Für das Personal steht ein Pausen- und Besprechungsraum zur Verfügung. Auch eine großzügige Küche ist vorhanden, hier wird jedoch nicht gekocht, sondern das gelieferte Essen vorbereitet. Lieferant ist "Die Kantine" aus Halsbrücke.

Personal: Für die Kinderkrippe wurden drei neue Mitarbeiter eingestellt, fünf weitere ziehen aus dem Altgebäude mit in die Kurt-Handwerk-Straße. Leiterin ist Ines Wendisch, die ihr Büro zunächst an der Friedeburger Straße belässt. Ihre Vertreterin vor Ort ist Sylvia Fritzsch. Spielplatz: Das ist der einzige Wermutstropfen. "Der Oktober machte uns mit seinem schlechten Wetter einen Strich durch die Rechnung", bedauert Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD). Nun sollen die Außenflächen in Angriff genommen werden, sobald es die Witterung zulässt. Bislang hat der Schnee sämtliche Arbeiten verhindert. "Mithilfe der Stadt konnte aber eine Übergangslösung gefunden werden", ergänzt Ines Wendisch. "Wir haben drei Krippenwagen für je sechs Kinder bekommen, mit denen wir zum Spielen bequem in die Kita an der Friedeburger Straße umziehen können." Die kleinen Bewohner selbst haben in den vergangenen Tagen mit ihren Eimerchen fleißig Schnee weggeschafft, damit die Arbeiten am Spielplatz ein bisschen schneller beginnen können.

Bauzeit: Die ersten Ideen stammen von Mitte 2015, ihnen folgte im September 2015 der Beschluss des Stadtrates, Anfang 2016 dann der Bauplanungsbeschluss. Die Arbeiten begannen am 4. April 2016. Planung und Bauleitung lag beim Baubüro Freiberg, Fachplanung und -bauleitung bei Krause & Co. GmbH Hoch-, Tief- und Anlagenbau Neukirchen.

Kosten: Die Gesamtkosten inklusive Ausstattung und Grunderwerb belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro, wovon rund eine Million Euro Fördergelder sind. Sie bleiben damit im geplanten Budget. Oberbürgermeister Krüger sagt es so: "Uns ist hier eine Punktlandung gelungen."

Mit der Fertigstellung der Außenanlagen sind die Arbeiten auf dem Areal aber noch nicht abgeschlossen. Am 3. April wird mit dem Bau für das Soziale Zentrum des Kinderschutzbundes begonnen, in welches die Kita und die Verwaltung des Kinderschutzbundes aus dem Altgebäude einziehen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2018 geplant. Das alte Gebäude des Kinderschutzbundes soll zunächst noch über 2018 hinaus genutzt werden.

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