Jana Pinka: Schaden für die Stadt

Die Linke kritisiert Freiberger CDU- Spitzenfunktionäre wegen ihrer Überlegungen für eine Zusammenarbeit mit der AfD.

Freiberg.

Mit ihren Äußerungen für ein Zusammengehen mit der AfD schadeten der Freiberger CDU-Parteichef Holger Reuter und der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Jörg Woidniok, der Stadt Freiberg. Mit dieser Kritik reagiert die Linke auf die Äußerungen aus der Kreis- und Stadt-Union. Nach den vorige Woche bekannt gewordenen Erklärungen von Reuter und Woidniok zu Übereinstimmungen mit der AfD interessiert die Freiberger Landtagsabgeordnete Jana Pinka, ob Sachsens CDU-Chef Kretschmer eine Meinung hat, wenn "führende CDU-Vertreter in Freiberg ... Kurs auf eine Koalition" nehmen würden.

"Die AfD setzt den gesellschaftlichen Frieden aufs Spiel, um einen politischen Vorteil zu erringen. Sie will Angst und Ausgrenzung befördern, keine Probleme lösen", so Jana Pinka, die auch im Stadtrat sitzt. Und sie fügt hinzu: "Das wissen wir nicht erst seit dem jüngsten Schulterschluss der AfD mit Nazis und Hooligans in Chemnitz oder den nutzlosen, aber aufwieglerischen Debatten um die Freiberger Flüchtlingspolitik." Daran würde, so Pinka, auch die von Holger Reuter in einer Erklärung im ARD-Politikmagazin "Kontraste" geforderte fachliche Weiterentwicklung der AfD nichts ändern. Freiberg muss nach Meinung der stellvertretenden Linke-Fraktionschefin im Landtag vielmehr eine weltoffene und tolerante Stadt bleiben, gesellschaftliche Kontroversen sollten friedlich und mit Anstand ausgetragen werden: "Das geht nur gegen, aber nicht mit der AfD." Die Freibergerin wirft führenden CDU-Vertretern aus Land und Bund Taktik vor, wenn sie eine Zusammenarbeit mit der AfD jetzt ausschließen. Gemeint seien der Ministerpräsident und sein Führungspersonal in Partei und Regierung. (grit)

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