Japanisches Restaurant bleibt in der Warteschleife

Eigentlich wollte der Gewinner des Freiberger Gründerpreises am heutigen Samstag durchstarten. Nun wird alles anders.

Freiberg.

Washoku: Der Name steht schon einige Zeit am künftigen Speiselokal an der Korngasse/Ecke Fischerstraße in Freiberg. Vormals war dort der Bio-Laden "Grünkram" zu finden. Washoku ist ein Restaurant mit japanischen Spezialitäten. Laut dem Geschäftsführer Andy Puschmann möchte man diese für die Gaumen hierzulande interpretieren. Mit diesem Konzept, das Puschmann gemeinsam mit Freunden, die in der Gastronomie tätig sind, entwickelte, hat er im vergangenen Jahr den Freiberger Gründerpreis gewonnen. "Zur Preisübergabe hatten wir Oberbürgermeister Sven Krüger versprochen, das Lokal bis Weihnachten aufzumachen", erinnert sich Puschmann. Dass es dazu bislang nicht kam, habe gute Gründe.

"Uns hat der Fachkräftemangel mit voller Wucht getroffen", erzählt Andy Puschmann auf Nachfrage der "Freien Presse". "Allein der Tischler konnte erst mit drei Monaten Verspätung liefern." Er könne verstehen, dass die Neugier der Menschen größer wird, je länger es mit der Eröffnung dauert. Es hätten schon einige angeklopft und sich erkundigt. Auch habe er bereits jetzt zahlreiche Gutscheine verkauft. "Die Nachfrage ist wirklich groß", freut sich Puschmann.

Diese sollte eigentlich am heutigen Samstag endlich befriedigt werden. Geplant war, das Washoku um 18 Uhr für die Gäste zu öffnen. Doch aufgrund der Corona-Krise wird das leider nichts. "Die Eröffnung ist zunächst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben", sagt Andy Puschmann, der dennoch seinen Optimismus nicht verliert. Denn die Verschiebung betrifft lediglich den direkten Kundenbetrieb im Restaurant selbst. Die Lieferungen außer Haus sollen davon nicht betroffen sein. Derzeit wird noch der Online-Shop auf der Internetseite www.washoku.de eingerichtet. Ab der kommenden Woche geht das Restaurant damit an den Start.

Sobald sich die Gesundheitssituation wieder normalisiert hat, Läden und Gaststätten wieder richtig öffnen dürfen, wird das Washoku an jedem Wochentag von 17 bis 24 Uhr geöffnet sein. Einen Mittagstisch gibt es dann zusätzlich an den Werktagen von 11 bis 13.30 Uhr.

Entstanden ist ein Restaurant mit abgeteiltem Lounge-Bereich, in dem es Lebensmittel und Getränke geben wird, von denen man die meisten nicht im normalen Handel erhält. "Unbekanntes und Neues", verspricht der Chef, der aus Hetzdorf kommt, und erklärt: "Wir sind keine reine Sushi-Bar, denn es wird auch kombinierbare Tellergerichte geben, bei denen wir dem Gast freie Hand lassen." Ob Veganer, Vegetarier oder Fleischfreunde, jeder könne hier mit seinem Essen glücklich werden. Dafür sorgen die Köche, die aus dem asiatischen Raum stammen. Insgesamt besteht das Team aus zwölf Mitarbeitern, allesamt Fachkräfte aus der Gastronomie, wie Andy Puschmann sagt.


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