Jeder vierte Ausländer im Landkreis ist Flüchtling

EU-Bürger, Studenten und Erwerbstätige stellen das Gros der Nichtdeutschen

Freiberg.

Unter den 10.161 Ausländern, die Anfang des Monats in Mittelsachsen gelebt haben, waren 3576 EU-Bürger und 3891 Personen, die zwecks Ausbildung oder Studium, Erwerbstätigkeit, Familienzusammenführung und aus ähnlichen Gründen nach Deutschland gekommen sind. Diese Zahlen hat Cornelia Kluge von der Pressestelle des Landratsamtes am Dienstag auf Anfrage von "Freie Presse" genannt. 2694 Personen seien als Flüchtlinge in den Landkreis gekommen, so die Pressereferentin: "Somit beträgt der aktuelle Anteil der Flüchtlinge an der Gesamtausländerzahl im Landkreis Mittelsachsen 27 Prozent."

Bei etwa einem Drittel der Flüchtlinge - 852 Personen waren es konkret - habe ein laufendes Asylverfahren zu einer Aufenthaltsgestattung geführt, informiert Kluge weiter. Darüber hinaus habe es zum Stichtag 23 Asylberechtigte nach Paragraf 2 des Asylgesetzes, 663 anerkannte Flüchtlinge, 245 Personen mit subsidiären Schutzstatus, beispielsweise wegen drohender Folter oder Todesstrafe, und 195 Personen mit Abschiebeverbot gegeben. Zudem habe für 68 Personen ein Aufenthaltsrecht nach dem Aufenthaltsgesetz bestanden.

Christoph Ulrich

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Die übrigen 648 Flüchtlinge seien ausreisepflichtig, so die Pressereferentin. Im Jahr 2018 hat das Landratsamt Mittelsachsen nach eigenen Angaben insgesamt 110 freiwillige Rückreisen und 54 Abschiebungen von Flüchtlingen registriert. Das Gros der Abgeschobenen sei dabei aus Georgien (14 Personen), dem Kosovo (12 Personen) und Tunesien (8Personen) gekommen. Weitere Herkunftsländer von Geflüchteten, die aus dem Landkreis Mittelsachsen zur Rückkehr gezwungen worden sind, seien Marokko (3 Personen), Italien, Bosnien Herzegovina und Rumänien (je 2 Personen) gewesen. Je eine Abschiebung habe es zudem nach Finnland, Norwegen, Slowenien, Russland, Algerien, Serbien und Venezuela gegeben; dazu kamen vier "Sonstige".

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