Kennzeichen: Trend geht zu MW, HC, BED und DL

Erneut sind 2019 mehr Fahrzeuge im Landkreis Mittelsachsen angemeldet

Freiberg/Mittweida.

Mehr Mittelsachsen entscheiden sich für ihr Heimatkennzeichen. Die Anzahl der Altkennzeichen und das Mitbringen anderer Kennzeichen in den Landkreis nehmen stetig zu. "Das zeigt, dass die Kennzeichen schon von emotionaler Bedeutung sind", sagte Landrat Matthias Damm (CDU) beim Jahrespressegespräch am Montag in Freiberg. Und er ergänzte: "Das haben wir ja auch vor einigen Jahren zur Kennzeichendebatte in Mittelsachsen gesehen."

Laut Sandra Börngen, Referatsleiterin der Kfz-Zulassungsbehörde, sind noch rund 141.000 Autos, Lkw, Transporter, Zweiräder etc. mit dem Kennzeichen FG unterwegs. Zum Vergleich: 2018 waren es 144.000 Fahrzeuge. Gestiegen ist hingegen die Anzahl der Kennzeichen mit den Buchstabenkombinationen MW, DL, HC, RL, BED und FLÖ.

Bereits seit vier Jahren können Fahrzeughalter beim Umzug das bisherige Kennzeichen bundesweit mitnehmen. Und Sandra Börngen weist auf eine Neuerung hin: "Seit dem 1. Oktober 2019 ist die Kennzeichen-Mitnahme nun bundesweit auch bei Halterwechsel möglich." Die Verpflichtung zur Umschreibung auf den neuen Halter bei der örtlich zuständigen Kfz-Zulassungsbehörde bleibe hingegen bestehen. Das "auswärtige" Kennzeichen könne im zugelassenen Zustand beibehalten werden. "Aber nur bis zur Außerbetriebsetzung des Fahrzeuges", erläutert die Referatsleiterin. Durch die bundesweite Mitnahme gibt es in Mittelsachsen einen "bunten" Kennzeichenbestand. "Zum 30. November gibt es in Mittelsachsen 4583 mitgenommene Kennzeichen", so Börngen. Neben C, L, DD, ERZ und Z seien auch vereinzelte Kennzeichen wie B (Berlin), M (München) oder Landkreis Vorpommern-Rügen (RÜG) im Fahrzeugbestand Mittelsachsens zu verzeichnen. Im Gegenzug seien 6421 mittelsächsische Kennzeichen beim Umzug mitgenommen worden.

Erneut ist in Mittelsachsen ein leichter Anstieg des Fahrzeugbestandes zu verzeichnen: Die Zahl der Autos, Lastkraftwagen, Krafträder und Anhänger stieg um rund 2500 auf 262.801 (Stand Ende November). Das älteste zugelassene Fahrzeug im Kreis ist nach wie vor ein Kraftrad mit Erstzulassung 1. Juli 1906. Doch auch moderne Elektrofahrzeuge sind vermehrt in Mittelsachsen zugelassen: Die Zahl der reinen Elektromobile ist seit 2012 von damals 20 auf nunmehr 210 gestiegen. Seit dem 26. September 2015 können auf Antrag Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge sowie bestimmte Hybrid-Fahrzeuge den abschließenden Buchstaben E auf dem Nummernschild führen, so Börngen. Dieses "E-Kennzeichen" berechtige zum Parken auf entsprechend gekennzeichneten Flächen. Zum 30. November 2019 waren 235 Fahrzeuge mit E-Kennzeichen zugelassen.

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