Kita-Außenanlagen: Stadt entkräftet Gerüchte

Müssen die Krippenkinder länger als geplant auf das Freigelände an der Kurt-Handwerkstraße warten? Nein, sagt die Stadt.

Freiberg.

33 Grad Celsius und die Außenanlagen sind noch gesperrt. Schön ist diese derzeitige Situation für die Krippenkinder in der Einrichtung an der Freiberger Kurt-Handwerkstraße nicht.

Doch mit dem derzeit im Stadtgebiet kursierenden Gerücht, dass sich die Eröffnung der Außenanlagen bis zum Herbst verzögert, räumt Andreas Böhnstedt von der Freiberger Stadtverwaltung auf: "An der Aussage, dass der Rasen ab Mitte August nutzbar sein soll, hat sich nichts geändert." Im Sandkasten und auf den Terrassen könne schon gespielt werden, der Rasen werde weiter gewässert. "Inwieweit die Rasenfläche aufgrund der weiterhin extremen Trockenheit von der Einrichtung im August freigegeben wird, ist eine Entscheidung, die der Kinderschutzbund als Nutzer treffen muss", erläutert der Leiter des Hochbau- und Liegenschaftsamtes. "Aus fachlicher Sicht sollte aber das Betreten des Rasens bis auf weiteres unterbleiben, es fehlt einfach an ausreichendem Wasser", betonte er dennoch.

Damit die Grashalme trotz Hitze und Trockenheit möglichst schnell wachsen und der Freigabetermin nicht ins Wanken gerät, "helfen Hausmeister und Eltern zusätzlich zur beauftragten Firma beim Gießen", sagt Sylvia Fritzsch, stellvertretende Leiterin der Krippe vom Kinderschutzbund.

Und damit für die Kinder die Hitze erträglich bleibt, lassen sie sich etwas einfallen: "Wir nutzen die Terrasse, füllen zum Planschen Wasser in Sandmuscheln, stellen Schirme auf, wir frühstücken morgens im Freien und es gibt mal ein Eis", zählt Sylvia Fritzsch, stellvertretende Leiterin der Krippe vom Kinderschutzbund, auf. Außerdem laufen Kinder und Erzieher oft zum Spielplatz auf dem Gelände der alten Einrichtung an der Friedeburger Straße. Für die jüngeren Krippenkinder, die noch nicht so weit laufen können, wurden vier Krippenwagen zu je sechs Sitzen angeschafft.

Fritzsch vermutet, dass Informationen durcheinander geraten sind. Denn: Während der Krippenbereich schon bezogen ist, sollen die Außenanlagen des sozialen Zentrums, welches auch den Kindergarten beinhaltet, Mitte August fertiggestellt werden und "frühestens im Oktober 2018 begehbar sein", so Böhnstedt. Sandkasten und Terrassen könnten in zwei Wochen genutzt werden.

2015 haben sich die Stadträte entschieden, die neue Kinderkrippe bauen zu lassen, im Januar 2017 wurde sie eingeweiht. Aber erst im Sommer kam durch eine Bodenprobe ans Licht, dass das Gelände der Kita mehr als erlaubt mit Schwermetallen belastet war. Zu dem Zeitpunkt war es nicht ganz einfach, geeigneten Boden zu finden, der den hohen Anforderungen für neu geschaffene Außenspielbereiche in Kindereinrichtungen gerecht wird. Der Boden wurde im September ausgetauscht.

Dass es bis zur tatsächlich Nutzbarkeit elf Monate dauert, erklärt Böhnstedt auf Nachfrage mit Nässe im Herbst und strengem Frost im Frühjahr. Damit konnte das Gras erst im Mai ausgesät werden; die aktuelle Trockenheit hemmt wiederum das Wachstum.

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