Klänge aus Mexiko und Korea auf dem Obermarkt

Trotz Krise bringt die Presley-Stiftung Kultur in die Stadt. Am Samstag treten Musiker des Mittelsächsischen Theaters auf.

Freiberg.

Wenn die Menschen nicht ins Theater gehen können, dann kommt das Theater eben zu ihnen. Nicht nur mit künstlerischen "Grüßen in den Mai", die täglich um 19.30 Uhr auf die Internetseite gestellt werden, sondern auch live.

Eine kleine Abordnung des Ensembles wird am Samstag, 11.20 Uhr vor dem Freiberger Rathaus zu hören sein: Bariton Elias Han, unter anderem in Erscheinung getreten als Gérard in der Oper "Andrea Chénier", und der Pianist José Luis Gutiérrez Hernandez, der als Korrepetitor die Proben des Musiktheaters begleitet. Er dirigierte unter anderem auch die Operette "Frau Luna" auf der Seebühne Kriebstein.

Die beiden international ausgebildeten Künstler werden bei diesem Auftritt mal etwas ganz Neues bieten: koreanische und mexikanische Musik aus ihren Heimatländern.

"Eine halbe Stunde Vielfalt und gute Laune" erwarte die Zuhörer, so José Luis Gutiérrez, der zur Abwechslung auch mal als Solist am Klavier zu hören sein wird. Die Vorfreude ist ihm deutlich anzumerken: "Ich finde es toll, dass wir uns dadurch dem Publikum nähern können, um es einzuladen, wieder zu uns zu kommen, wenn es die Zeiten erlauben. Wir vermissen Sie alle wirklich sehr!"

Der Pianist, 1995 geboren, verrät auch, wie er die Zeit ohne Theateraufführungen sonst so verbringt. Er lernt nicht nur Französisch, um französische Musik besser zu verstehen, sondern versucht sich auch im Singen: "Momentan tun mir meine Nachbarn furchtbar leid."

Auf dem Obermarkt wird aber Elias Han die Gesangspartien übernehmen. Das Konzert wird gefördert von der François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur. Die Stiftung des in Kuwait geborenen Autors und Fotografen hat in der Reihe "Kunst sind wir alle" bereits mehrere Konzerte auf dem Petriturm unterstützt. Die musikalische Reihe gibt es in dieser Form nur in Freiberg. Stadträtin Jana Pinka (Die Linke) hatte den Kontakt vermittelt.

Stifter Presley ist mit den bisherigen Konzerten auf dem Petriturm zufrieden. "Es finden sich immer mehr Menschen vor der Kirche ein. Beim Radetzky-Marsch wurde mitgeklatscht, beim "Steigerlied" gar mitgesungen." Die Stiftung will auch Flyer verteilen. Damit fordert sie die Menschen auf, sich weiterhin für den Erhalt der kulturellen Institutionen einzusetzen. François Maher Presley: "Wir hatten bisher ausschließlich positive Resonanz."

Weitere Konzerte auf dem Petriturm: Donnerstag, 21. Mai, 11.20 Uhr: "Berggeschrey", zwei Trompeten und zwei Posaunen. Donnerstag, 28. Mai, 11.20 Uhr: Konzert mit vier Saxophonen.


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