Kleine Bahnen - großes Interesse

Zum zweiten Mal fand in Helbigsdorf eine Modellbahnbörse statt. Der Erfolg der Premiere 2018 war keine Eintagsfliege.

Helbigsdorf.

Ein wenig Sorge hatten Katrin Weigold und ihre Mitstreiter vom Verein "Drei weiße Birken": Würde die zweite Auflage der Modellbahnbörse im Vereinshaus Helbigsdorf am Sonntag solch ein Erfolg werden wie die Premiere im Vorjahr? Immerhin waren die Zufahrtswege aufgrund von Baustellen etwas unübersichtlich und teilweise gesperrt. Die Zweifel stellten sich jedoch schnell als unbegründet heraus. Denn schon kurz nach Eröffnung um 10 Uhr platzte der große Saal schier aus allen Nähten. "Ein zusätzlicher Aussteller musste sogar im Treppenhaus seinen Stand aufbauen", erzählte Katrin Weigold.

Insgesamt waren acht Händler gekommen, darunter aus Chemnitz, Glauchau, Wilsdruff und der näheren Umgebung. Hinzu kamen noch die Mitglieder des Freiberger Modelleisenbahnclub 1965, die die Helbigsdorfer mit Erfahrung und Tatkraft unterstützten.

Geschätzt 250 Gäste aller Generationen waren gekommen, um sich vom Zauber der Modellwelten gefangen nehmen zu lassen. Sammler konnten Langgesuchtes erwerben und natürlich wurde gefachsimpelt was das Zeug hielt. "Im vergangenen Jahr haben wir nur experimentiert", so Katrin Weigold. "Nun sind wir hocherfreut, wie die Börse angenommen wird."


Der Nachwuchs

Marie-Luise Bretschneider und Rick Organista haben sich die Helbigsdorfer Börse im Vorjahr nur angesehen und waren hellauf begeistert. Diesmal sind sie dabei, um etwas zu verkaufen, nämlich eine kleine Eisenbahnlandschaft mit einer Strecke in Spur N. "Eine der kleinsten Spuren", erklärt Rick Organista. "Es gibt nur noch Spur Z, die kleiner ist." Die Anlage war ein Jugendweihegeschenk, das mittlerweile von größeren Anschaffungen verdrängt wurde. Seine Freundin, nicht ganz so ein Fan wie er, half ihm beim Verkauf. (wjo)


Der alte Hase

Steven Kibart kennt sich mit Modelleisenbahnbörsen aus, hat in der Vergangenheit schon manche selbst organisiert. Bereits im Vorjahr war er in Helbigsdorf dabei, nachdem er über eine Zeitungsannonce davon erfahren hatte. "Es gefällt mir hier einfach", sagt er. "Ist doch schön, wenn so viele Leute sich interessieren. Woanders ist das nicht immer so." Extra aus Glauchau ist er gekommen. Im Angebot hat er selbst gesammelte Stücke, aber auch solche, die die Mitglieder seines Vereins, des "Meeraner Eisenbahnvereins", zusammengetragen haben. (wjo)


Die Newcomerin

Marisa Grohmann ist ganz neu im Reigen der Modelleisenbahnfreunde. Erst im vergangenen Jahr hat sie das Fieber erfasst, als sie gemeinsam mit ihrem Mann, der schon längere Zeit Mitglied der Freiberger Modellbahner ist, eine Börse besuchte, und das einfach nur spannend fand. "Ich dachte mir, ich könnte gestaltungstechnisch einiges einbringen", sagte sie sich und trat in den Club ein. Die Helbigsdorfer Börse findet sie besonders spannend. "Es ist toll, dass sich ein Verein so dafür einsetzt", meint sie. "Und außerdem ist hier viel los." (wjo)

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