Kneippbecken lockt in Oberlochmühle

Zwischen Seiffen und Deutschneudorf kann ab sofort gekneippt werden. Der Heimatverein und der Staatsbetrieb Sachsenforst haben die Möglichkeiten dafür geschaffen.

Oberlochmühle.

Der erste deutsche Glockenwanderweg ist um eine Attraktion reicher. Direkt am Einstieg in Oberlochmühle ist ein Kneippbecken samt Barfußfühlpfad und massiven Sitzgelegenheiten mit einem festen Tisch entstanden. Realisiert haben das Ehrenamtler vom Heimatverein Oberlochmühle und Mitarbeiter des Forstreviers Hirschberg des Staatsbetriebes Sachsenforst.

"Ein Kneippbecken hat es hier schon früher einmal gegeben. Das befand sich aber in einem völlig desolaten Zustand", sagt Forstrevierleiter Thomas Baader. Er hätte den Kneippbereich lieber nahe dem Naturlehrpfad der Jahresbäume gehabt. Allerdings gibt es dort kein Fließgewässer. Das ist an dem Wanderparkplatz etwa 200 Meter nach dem Ortsausgangsschild in Oberlochmühle in Richtung Seiffen ganz anders. Dort rinnt der Wildbach bergab. Dieser speist das aus Natursteinen gemauerte und mit Kies bedeckte Becken. Ein Handlauf sorgt für mehr Sicherheit und motiviert dazu, die gesamte Runde zu absolvieren.


"Das Wasser ist sehr kalt, aber eine Runde ist durchaus schaffbar", so Angela Schulze Raestrup aus Steinfurt. Sie watete mit ihrem Mann Ulrich durch das Wasser. Besonders angenehm fand sie das Laufen auf den Fichtenzapfen des Barfußfühlpfades. Sand, Holzschnitzel, Reißig und verschiedene Kiessorten befinden sich in weiteren Bereichen. "So laufen die Besucher des Pfades über ganz verschiedene Untergründe", erklärt Frank Gude vom Heimatverein. Im Juni vergangenen Jahres hatte der Heimatverein mit dem Bau des Beckens begonnen. Im Mai dieses Jahres wurden die Sitzgelegenheiten und der Barfußfühlpfad fertig.

Wer sein Fahrrad in dem Bereich abstellen möchte, kann dazu extra gefertigte Ständer nutzen. In Kürze wird noch ein Schild aufgestellt. Das soll über die Kneipp-Therapie im Allgemeinen informieren. Für Frank Gude und den Heimatverein ist dieses Kleinod längst nicht der letzte Beitrag zur Aufwertung der Region. Bereits vor zwei Jahren wurde mit dem Bau eines Wanderparkplatzes an der Kapelle begonnen. Dieser soll bis Ende 2019 fertiggestellt sein.

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