Köpfe rauchen bei den Mathe-Assen

Die besten Mathematiker aus Sachsen haben in der Saydaer Jugendherberge um die Tickets für das Bundesfinale geknobelt.

Sayda.

Federmappen, Zeichendreiecke, Getränkeflaschen sowie jede Menge Stifte und Blätter liegen auf den Tischen, an denen 27 Schüler konzentriert arbeiten. Im Seminarraum der Jugendherberge Mortelgrund könnte man während der Mathematikklausuren eine Nadel zu Boden fallen hören. Wissen in Geometrie, Logik, Zahlentheorie und Kombinatorik ist gefragt. Drei Stunden Zeit haben die Matheasse der verschiedenen Jahrgänge dafür. Schließlich geht es um die Fahrkarten für das Bundesfinale der Mathematik. Über Schul-, Regional- und Landesauscheide haben sich die 39 Schüler aus Sachsen, darunter zehn Mädchen, zum sächsischen Landesseminar durchgekämpft. In Sayda qualifizieren sich die 13 Besten für den Bundesausscheid, der vom 12. bis 15. Mai in Chemnitz stattfindet. Gewertet werden dafür auch die Klausurpunkte des Landesfinales sowie dieses Landesseminares.

Jaron Rittmeister, der einzige Schüler aus der Region, besucht die 8. Klasse des Schollgymnasiums Freiberg. "Ich denke, die ersten drei Aufgaben habe ich richtig gelöst, die vierte jedoch nicht. Es sind auf jeden Fall interessante Themen gewesen", sagt der Achtklässler, der einmal Mathematik oder Informatik studieren möchte. Das erklärten die meisten der Mathe-Genies in den 29 Jahren, seitdem der Wettbewerb ausgetragen wird, wie der Dresdner Joachim Lippert, Leiter des sächsischen Landesseminars, sagt. Mit einem Mädchen aus einer 6. Klasse aus Chemnitz und einem Jungen aus einer 7.Klasse aus Dresden sind zwei junge Matheasse qualifiziert, die die Aufgaben der Achtklässler lösen.

Christoph Ulrich

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In den ersten Tagen "mussten von den Schülern in zehn Seminaren je 90 Minuten viele Probeaufgaben gelöst werden", erzählt Joachim Lippert, einer der drei Betreuer der Gymnasiasten aus ganz Sachsen. Nach dem Klausurvormittag besuchten die Matheasse ein Schaubergwerk in Pobershau. Am gestrigen Freitag wurden die Urkunden mit den Delegierungsschreiben für den Bundesausscheid überreicht.

Seit zehn Jahren wird im Mortelgrund das sächsische Landesseminar durchgeführt. "Wir haben räumlich die besten Bedingungen, die Jugendherberge ist ruhig gelegen, und wir wissen, dass wir hier willkommen sind. Nicht zuletzt deshalb, weil unsere Schüler diszipliniert sind", sagt Joachim Lippert.


Die Sachsen sind helle Köpfe

Joachim Lippert (36) ist Fachlehrer für Mathematik und Geschichte am Marie-Curie-Gymnasium in Dresden. Er betreut die Nachwuchsmathematiker in Sayda.

Wie meisterten die Sachsen die Wettbewerbe bisher?

Die Sachsen sind helle Köpfe, sie kamen zumindest in einer inoffiziellen Wertung auf vordere Plätze.

Was macht Ihnen an diesem Seminar besondere Freude?

Das gemeinsame Betreiben von Mathematik und der fachliche Austausch auf hohem Niveau. Zudem treffen sich hier Mädchen und Jungen schon seit Jahren.

Könnten Sie die Aufgaben lösen?

Natürlich, sonst wäre ich wahrscheinlich hier fehl am Platze.

Also immer 14 oder 15 Punkte bei Abi-Klausuren in ihrer Schulzeit?

Ja, das war schon so. gel

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