Koffer packen fürs Ausland

Sie sind überzeugte Christen und wollen anderen Menschen Gutes tun; die eine in Frankreich, die andere in Georgien. Nächste Woche geht's los.

Brand-Erbisdorf.

Zehn Monate Georgien: Während Mitschüler nach dem Abi ein Studium oder eine Ausbildung beginnen oder vielleicht noch gar nicht wissen, was sie im Jahr nach dem Schulabschluss mit sich anfangen wollen, ist Rebekka Kochs Plan ziemlich konkret: Ab 1. September lebt die gebürtige Brand-Erbisdorferin in Georgien, genauer gesagt in der Kleinstadt Marneuli. Dort will sie Deutsch-, Englisch-, Computer- oder Gitarrenkurse geben und beim Kindergottesdienst mithelfen. Vor Ort lebt sie in einer aserbaidschanischen Gastfamilie.

Gepackt sind die Koffer noch nicht: "Aber ich habe mir nun endlich eine Packliste gemacht und will noch ein paar Gastgeschenke kaufen. Meine Gastmutter liebt Kaffee, habe ich erfahren. Da werde ich noch mal auf die Suche gehen", erzählte die 19-Jährige gestern.

Pauline Listner zieht es dagegen nach Nizza in Frankreich. Dort kümmert sie sich die kommenden Monate um Kinder aus Migrantenfamilien, hilft ihnen beispielsweise bei den Hausaufgaben. Auch um Obdachlose will sie sich gemeinsam mit anderen freiwilligen Missionaren sorgen.

Vergangene Woche haben die beiden Freundinnen eine Abschiedsparty gefeiert. Nach und nach verabschiedet sich Rebekka Koch von Bekannten, Verwandten und guten Freunden. "Es ist gar nicht so einfach, Tschüss zu sagen", meint die Abiturientin.

Organisiert sind die beiden Auslandsaufenthalte über die DMG, ein christliches Missions- und Hilfswerk mit rund 400 Mitarbeitern in 80 Ländern; laut Internetpräsenz arbeitet etwa ein Drittel in Europa; viele davon helfen akut Flüchtlingen und Migranten.

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