Krankenkassen zahlen mehr Geld für Hospizdienste

Sachsenweit stehen für die ambulante Begleitung dieses Jahr 270.000 Euro mehr zur Verfügung. Das hilft auch Einrichtungen in Mittelsachsen.

Dresden/Freiberg.

Die gesetzlichen Krankenkassen in Sachsen fördern die Arbeit der 47 ambulanten Hospizdienste im Freistaat in diesem Jahr mit rund 4,8 Millionen Euro. Wie Hannelore Strobel von der AOK Plus weiter informiert, liege der Betrag rund 270.000 Euro über der Summe des Vorjahres. Beim Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin sind derzeit sechs ambulante Hospizdienste in Mittelsachsen gelistet - sie haben ihren Sitz in Freiberg, Oederan, Flöha, Mittweida, Geringswalde und Döbeln.

Durch die Förderung würdigten die Krankenkassen das wichtige und hervorragende ehrenamtliche Engagement der Hospizinitiativen in Sachsen, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung, an der auch der BKK Landesverband Mitte - Regionalvertretung Thüringen und Sachsen, die IKK classic, die Knappschaft - Regionaldirektion Chemnitz, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie die Landesvertretung Sachsen des Verbands der Ersatzkassen mitgewirkt haben. Die Gelder dienten unter anderem für die Aus-, Fort- und Weiterbildung ehrenamtlicher Helfer, die sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase sowie deren Familien in diesem Prozess durch psychosoziale Begleitung unterstützen. Seit 2016 könnten Hospizdienste auch Zuschüsse für Sachkosten wie Miete, Büromaterial und Fahrtkosten beantragen.


Die Ehrenamtlichen würden dabei von qualifizierten Fachkräften auf diese verantwortungsvolle Tätigkeit vorbereitet und kontinuierlich unterstützt, so Strobel. Im Freistaat seien im vergangenen Jahr 2164 qualifizierte ehrenamtliche Personen in der ambulanten Sterbebegleitung tätig gewesen. Sie hätten bei 3133 Menschen Sterbebegleitung geleistet. (jan)

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