Krankenwagen für XXL-Patienten

Neben 18 weitereren Einsatzfahrzeugen erhält Mittelsachsen seinen ersten Krankentransporter für Schwergewichtige - die Antwort auf ein immer drängenderes Problem.

Freiberg.

Die meisten bemerken sie nur, wenn Sirenen durch die Stadt schallen. Die Rettungskräfte des Landkreises führen ihre Arbeit zumeist im Hintergrund aus, so Landrat Matthias Damm am Mittwoch, als er offiziell die Schlüssel für neue Rettungswagen übergab, die der Landkreis 2018 beschafft hatte.

Je ein Rettungstransportwagen kommt in den Wachen Burgstädt, Claußnitz, Eppendorf, Freiberg, Flöha, Geringswalde, Mittweida, Hainichen und Penig zum Einsatz. "Die Fahrzeuge sind auf dem neuesten Stand der Technik", sagte Damm. So verfügen etwa alle Fahrzeuge über Router, mit denen etwa EKG-Daten schon während der Fahrt ans Krankenhaus übertragen werden können. Je einen Krankentransportwagen erhielten Burgstädt, Flöha, Hainichen, Mulda und Penig. Freiberg bekam sogar zwei. Alle Wagen sind mit einen Tragestuhl, Notfallbeatmungsgerät inklusive Defibrillator und EKG ausgestattet. Für Notärzte in Freiberg und Flöha gab es je ein neues Notfalleinsatzfahrzeug. Höhe der Gesamtinvestition: 2,5 Millionen Euro. Der Landkreis verfügt nun über 31 Krankentransporter, 32 Rettungstransporter und 12 Noteinsatzfahrzeuge.

Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Iveco Daily, der Patienten ab 150 Kilo transportieren soll und in Flöha stationiert ist. Es ist der erste im Landkreis. Die Anzahl übergewichtiger Patienten erhöhe sich seit Jahren stetig, sagt Enrico Leber, Leiter der Rettungswache der Malteser in Burgstädt. "Seit Jahren mussten wir improvisieren, um Adipositas-Patienten in die Fahrzeuge zu bekommen." Über die Anschaffung des Transporters freut sich Leber daher. Auch wenn damit nicht alle Probleme gelöst sind, so werde das Fahrzeug doch die gestiegene Belastung der Rettungskräfte mildern.

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