Kriegerdenkmal soll umgesetzt werden

Hier können Sie sich den Artikel vorlesen lassen:

Zwei Großschirmaer engagieren sich für das Ehrenmal. Sie wollen Spenden sammeln und hoffen auf Fördermittel. Auch die Stadt will sich beteiligen.

Großschirma.

Es ist moosbedeckt und verwittert: das Ehrenmal, das in Großschirma an die Toten des Ersten und des Zweiten Weltkrieges erinnert. Die Stadträte Volker Scharf (UBV) und Gunther Zschommler (CDU/RBV) setzen sich für die Restaurierung des Ehrenmals ein. "Wir möchten es wieder in einen angemessenen Blick der Öffentlichkeit rücken", so Zschommler. Und Scharf ergänzt, dass sich das 1922 errichtete Ehrenmal auf einem privaten Grundstück befindet. "Deshalb soll auch geprüft werden, ob das Ehrenmal auf eine andere, besser geeignete Stelle umgesetzt werden kann", sagt er.

Bereits im vorigen Dezember hatten die beiden Stadträte die Großschirmaer um Hinweise zu einem möglichen neuen Platz für das Ehrenmal für die 54 gefallenen Großschirmaer des Ersten Weltkrieges und die 104 Gefallenen des Zweiten Weltkrieges gebeten. Mehrere Vorschläge gingen ein. In die engere Wahl kam der Platz gegenüber der Sparkasse und nahe des Rathauses, also in der Ortsmitte. Dabei handelt es sich um ein kommunales Grundstück. Bei einer ersten Begehung gab Zschommler zufolge auch das Denkmalamt des Landkreises ein positives Feedback zu dem möglichen Standort. "Aber amtlich ist es noch nicht", unterstreicht Zschommler. Und Scharf ergänzt, dass es mit den mittelsächsischen Denkmalschützern eine gute Zusammenarbeit gebe.

Um das ehrgeizige Projekt zu finanzieren, planen Scharf und Zschommler das Einrichten eines Spendenkontos. Zudem wollen sie Fördergelder aus der Denkmalpflege des Landkreises und aus dem EU-Programm Leader über den Klosterbezirk Altzella beantragen.

Die beiden Stadträte sind guter Hoffnung, dass sie genügend Sponsoren finden. "Denn die Reaktionen, die uns erreicht haben, waren durch die Bank positiv", sagt Gunther Zschommler. Er selbst habe beispielsweise einen Anruf von seinem Onkel aus Chemnitz erhalten, dessen Vater Albert Zschommler im Zweiten Weltkrieg gefallen ist. "Den Namen kann man derzeit kaum entziffern. Das wird sich ändern", sagt Gunther Zschommler. Volker Scharf ergänzt: "Unser Anliegen ist es, der Menschen zu gedenken, die ihr Leben in sinnlosen Kriegen verloren haben und zugleich davor zu warnen, dass so etwas wieder passiert."

Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) unterstützt das Projekt: "Die Initiative zur Umsetzung und Restaurierung des Denkmals ist gut und richtig." Damit werde auch dem Wunsch des Eigentümers des derzeitigen Standortes entsprochen, sein Flurstück künftig anderweitig nutzen zu können. Die Stadt werde sich an der Finanzierung beteiligen. Ziel sei es, die Maßnahme 2022 in den Etat aufzunehmen und umzusetzen.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.