Künstler und ihre Eigen-Arten

Mitglieder der "Kaue" zeigen in der Nikolaikirche eine Ausstellung. Der Titel "EigenArt-Arteigen" ist dabei Programm.

"EigenArt-Arteigen" heißt die aktuelle Ausstellung des Freiberger Künstlerkreises "Die Kaue" - zu sehen derzeit in der Nikolaikirche. Zudem präsentiert die Fotogruppe des Künstlerkreises ihre Werke. Die Bandbreite der Arbeiten reicht von klassischen Malereien über Plastiken, Grafiken und Fotografien bis hin zu modernen Foto-Grafiken.

"Für uns war das Ziel, mit der Ausstellung neue Inhalte zu kreieren und damit neugierig zu machen", sagt Dietrich Friederici, Vorsitzender des Künstlerkreises: "Es ist uns gelungen, gute Inhalte zum Ausdruck zu bringen und Werke mit einer neuen Qualität zu schaffen." Die Intention der Künstler sei, nicht nur darstellerisch zu arbeiten, sondern im Sinne der Kunst etwas Hintergründiges individuell auszudrücken. "Wir sind ein Verein mit individuellen Leuten und verstehen uns als Künstler eigener Interpretationen", sagt Friederici.

Das künstlerische Wortspiel "EigenArt-Arteigen" soll sowohl die eigene Art, die Künstler an sich, als auch die Kunst als eigene Interpretation zum Ausdruck bringen. "Wir haben den Titel frei gewählt, damit sich jeder darin wieder findet", sagt Christiane Zander. "Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Handschriften der verschiedenen Leute", so die Malerin. "Unter EigenArt verstehe ich, dass jeder seine Kunst hat und jeder Kunst für sich selbst entdeckt".

Konkurrenzkampf gebe es unter den Vereinsmitgliedern nicht. "Die Wertschätzung in der Gemeinschaft ist richtig gut, jeder kann und darf machen, was ihm liegt - frei nach dem Prinzip alles darf, nichts muss", sagt Christiane Zander. Ihr Mann Helge schätzt den persönlichen Austausch in der Gruppe und die unterschiedlichen Sichtweisen der Einzelnen: "Die Vielfältigkeit ist das, was wir haben wollen".

Die Künstler bringen ihre eigene Kunst gekonnt zum Ausdruck - jeder in seiner Individualität. "Die Vielfalt zu zeigen, ist die Aufgabe, mit der wir uns beschäftigen", sagt Jochen Schmieder, Vorstandsmitglied des Künstlerkreises. "EigenArt-Arteigen" - der Titel stammt mit aus seiner Feder. "Wir haben den Anspruch, Ergebnisse zu schaffen, die eine gewisse Eigenständigkeit haben", so der Zeichner. Dabei wollen die Künstler den Betrachter nicht nur neugierig machen, sondern zum Nachdenken anregen. "Meine Foto-Grafiken wirken wie Gemälde, das ist Absicht", sagt Kerstin Steinhardt. "Ich will Bildern einen neuen Sinn geben, sie in eine andere Gesamtaussage setzen und möchte, dass die Betrachter ins Grübeln kommen."

Die Ausstellung wird bis zum 30. September in der Nikolaikirche gezeigt. Geöffnet ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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