Kulinarische Reise um die Welt

Das 17. Fest der Kulturen vereinte viele Nationen im Tivoli. Es war ein Nachmittag der Begegnung und der Gaumenfreude.

Freiberg.

Baschkirische Volkstänze, Lieder aus Indien, Traditionelles aus Vietnam - das Programm des 17.Festes der Kulturen am Sonntagnachmittag im Tivoli war so vielseitig und bunt wie die ganze Veranstaltung. Doch den Anfang machte das Steigerlied, das Kinder verschiedener Nationalitäten gemeinsam mit einer Abordnung der Freiberger Knappschaft sangen.

Der Charakter des Festes habe sich in den vergangenen Jahren geändert, sagt René Otparlik vom Verein Freiberger Agenda 21, der federführend für den Arbeitskreis "Eine Welt und Integration" die Veranstaltung organisiert. "Es zeigt sich jetzt deutlicher das Integrative, denn es kommen sehr viel mehr Deutsche dazu", betont Otparlik. Früher seien vor allem Menschen mit ausländischen Wurzeln da gewesen. Inzwischen haben nicht wenige Freiberger ihre Freude an dieser Vielfalt.

Ohne die Hilfe der Einheimischen ist so ein Fest auch kaum auf die Beine zu stellen. "Viele Freiberger Gastronomen und andere Gewerbetreibende haben dafür etwas gespendet", erzählt René Otparlik. Hinzu kommen zahlreiche Vereine, die sich an der Gestaltung beteiligen. So war der Landfrauenverband "Mittleres Erzgebirge" dabei, ebenso das Epizentrum, der Verein "Neue Heimat" sowie das Freiberger Kinderparlament. Dieses veranstaltete ein Quiz rund um die Silberstadt. Und gekocht wurde auch. Die kulinarische Vielfalt übertraf beinah alles andere. "Die Aktivitäten des Festes haben sich gewandelt", so Otparlik.

Etwa 15 bis 20 Nationen haben sich am Sonntag im Tivoli friedlich-fröhlich getroffen. Wie in den vergangenen Jahren rechneten die Veranstalter mit einer Besucherzahl zwischen 800 und 1000.


Gugelhupf aus Deutschland

Besonders mit Backwerk war die deutsche Küche beim Fest der Kulturen vertreten. Und ein geradezu klassischer Kuchen ist der Gugelhupf, den Tina Alicete und Jörg Schönfelder präsentieren. Gebacken haben sie ihn selber nicht. Das tat ein Mitglied der Freiberger Soroptimisten, die die Spende ins Tivoli brachten. In diesem Fall war es eine Variante mit Schokoladenüberzug. Wer was abhaben wollte, musste schnell sein. (wjo)

Fotos (3): Wieland Josch


Kuschari aus Ägypten

Fadi stammt zwar aus Syrien, aber das hält ihn nicht davon ab, das ägyptische Gericht Kuschari lecker zu finden. Dabei handelt es sich um eine vegetarische Pfanne von unterschiedlichstem Geschmack. Zunächst von-einander getrennt, finden sich Linsen, Nudeln, Tomaten, Reis, geröstete Zwiebeln und Knoblauch gemeinsam mit Homs, Salz und schwarzem Pfeffer im Tiegel wieder. Auf dem Teller kann man dann gerne mischen. Eine perfekte Kombination. (wjo)


Syrisches Msachan

Der junge Yazan aus Syrien präsentiert ein traditionelles Rezept seiner Heimat. In ein Fladenbrot eingewickelt, besteht Msachan vor allem aus würzigem Hähnchenfleisch mit Zwiebel und Olivenöl. Das ganze muss dann noch mit Pfeffer und Salz gut abgeschmeckt werden und mundet vor allem, wenn das Brot drum herum noch ein wenig warm ist. Tomaten und etwas Rucola können Msachan noch abrunden. Die Teigtaschen waren ein echter Renner. (wjo)

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