Kultursommer: 100.000. Besucher wird am Wochenende erwartet

Die 23. Auflage des mittelsächsischen Festivals übertrifft voraussichtlich die Resonanz von 2015. Eine Veranstaltung floppte allerdings.

Freiberg/Brand-Erbisdorf.

Bisher rund 99.000 Besucher auf rund 40 Veranstaltungen - der diesjährige Mittelsächsische Kultursommer ist "durchaus ein Erfolg" gewesen. Das schätzt Olaf Hanemann auf Anfrage ein. Er ist der Geschäftsführer des Vereins Mittelsächsischer Kultursommer (Miskus), der das landkreisweite Festival zum 23. Mal organisiert hat. Gestern fand das Abschlusskonzert in der voll besetzten Stadtkirche Brand-Erbisdorf statt. Kommendes Wochenende finden im Schlosspark Lichtenwalde noch das Märchengrusical (Sonnabend) und das Galakonzert (Sonntag) statt.

"Wenn das Wetter mitspielt, werden wir auf einer der beiden Veranstaltungen noch den 100.000. Besucher begrüßen", so Hanemann. Damit würde sogar die Besucherzahl aus dem Vorjahr (knapp 100.000) übertroffen.

Hanemann führt die gute Resonanz auch auf das Wetter zurück: "Petrus war uns hold." Obwohl der Sommer insgesamt eher durchwachsen war, hatte der Kultursommer bei seinen Veranstaltungen "ganz oft Glück", wie der Geschäftsführer sagt. Ein Besucherrekord sei bei der Burg der Märchen in Kriebstein erzielt worden, die über 3100 Gäste zählte. Hanemann: "Ich bin jetzt elf Jahre beim Miskus dabei - so viele Besucher hatten wir in der Zeit noch nie." Auch die drei Veranstaltungen auf der Seebühne Kriebstein seien sehr gut gelaufen. Insgesamt zählten die Organisatoren 2600 Besucher.

Einen Doppelrekord erzielte das Sängertreffen in Lichtenwalde: 2000 Besucher und 21 Chöre (mit rund 600 Sängern) nahmen teil - so viele Gäste und Akteure wie noch nie. Viele Besucher seien auch von außerhalb angereist. Bei der Burg der Märchen war beispielsweise ein Mädchen von einer friesischen Insel mit seinen Großeltern dabei. Auch die Veranstaltung Kunst am Wasser an der Talsperre Kriebstein sei ein Erfolg gewesen. "Wir hatten über 20Bewerbungen von Künstlern - der weiteste kam aus Dänemark", so Hanemann. Und am historischen Besiedlungszug nahmen 150 Leute mit 15 Planwagen teil.

Der Miskus-Chef ist über die große Resonanz auf das Festival auch deshalb froh, weil sein Verein 58Prozent der Kosten über Eintrittsgelder erwirtschaften muss. Nur eine einzige Pleite gab es laut Hanemann beim Kultursommer: den Auftritt der Phil-Collins-/Genesis-Coverband Invisible Touch im "Wel Wel" in Döbeln. "Das hat leider nicht gezündet", so der Miskus-Geschäftsführer. Besonders hebt Hanemann das Engagement der Vereine hervor: "Ohne ihre Unterstützung auf und hinter der Bühne wäre das Festival undenkbar." Mehr als 200 Vereine mit über 5000 Mitgliedern klinkten sich bei dem Kultursommer ein, gestalteten Festumzüge, Theaterstücke und Konzerte mit.

Weitere Veranstaltungen Im Schlosspark Lichtenwalde wird am 17. September ab 18 Uhr ein Grusical der besonderen Art für die ganze Familie aufgeführt. Märchenfiguren erwachen zum Leben. Ebenfalls im Barockgarten Lichtenwalde präsentiert die Vogtland Philharmonie am 18. September ab 15 Uhr einen musikalischen Streifzug durch die Welt von Oper und Musical bis hin zur Filmmusik.

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