Kurze Pause vor neuen Schwierigkeiten

Für Eppendorfs Oberschulleiter ist eine Winterferienwoche besser als gar keine. Doch wie geht es danach weiter? Probleme sieht er bei den Schnelltests.

Eppendorf.

Wie in den anderen sächsischen Bildungseinrichtungen herrscht derzeit auch an der Oberschule Eppendorf Ruhe. Doch für das Lehrerkollegium geht es nun darum, die Fortführung des laufenden Schuljahres zu organisieren. "Die vorgezogenen und auf eine Woche gekürzten Winterferien sind aus meiner Sicht sinnvoll, jedenfalls besser, als die Winterferien ganz zu streichen. Schüler und Lehrkräfte benötigen eine Pause, eine Ferienwoche ist also unbedingt notwendig", sagt Schulleiter Holger Bachmann.

Zu klären seien nunmehr laut Bachmann offene Termine, die sich aus der Teilung der Ferien ergeben. "Ich denke dabei unter anderem an die Zeugnisausgabe und den Termin für die Vergabe der Bildungsempfehlungen", erläutert der Pädagoge. An der Oberschule Eppendorf sei bisher noch geplant, ab 8. Februar ein Wechselmodell in allen Klassenstufen einzuführen. "Dabei wollen wir mit geteilten Klassen und einem Mix aus Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit arbeiten. Jeweils eine Klasse wird in zwei Gruppen eingeteilt", erklärt Bachmann.

Für ihn sei es zudem wichtig, die Prüfungsanforderungen für die Abschlussklassen zu klären und die Lehrpläne für alle Klassenstufen anzupassen. "Hier ist aus meiner Sicht auf jeden Fall das sächsische Kultusministerium gefordert", so der Schulleiter. Die in anderen Schulen bekannt gewordenen Probleme, sich in das Programm "Lernsax" einzuloggen, seien an seinem Haus kein Thema. "Wir haben schon vor dem Ausbruch der Coronapandemie mit der anderen Lernplattform ,Fuxnoten' gearbeitet, die nach wie vor solide funktioniert. Dort haben die Lehrer Aufgaben eingestellt, die von den Schülern nach der Bearbeitung zurückgeschickt werden", berichtet Bachmann.

Auch wenn er die derzeit herrschende Pause an den Schulen für notwendig erachtet, muss der Lehrer jetzt vorausplanen. "Aus meiner Sicht ist es richtig, nach dem 8. Februar sieben Wochen Unterricht als eingeschränkten Präsenzunterricht durchzuführen, um ein Stück weit organisatorische Stabilität und Ruhe an die Schulen unter Pandemiebedingungen zu bringen". Das sei die Grundvoraussetzung für einen vernünftigen Schulbetrieb. "Hysterie und Aufregung sind dabei die schlechtesten Ratgeber. Probleme logistischer und medizinischer Art sehe ich in der Durchführung von Schnelltests an der Schule", sagt Bachmann. Dafür hatte der Bund Anfang Dezember den rechtlichen Rahmen gesetzt.

Petra Döppling, Leiterin der Rochlitzer Regenbogen-Grundschule, hält die Regelung ebenfalls für sinnvoll. "Wir kennen unsere Kleinen. Nach der langen Zeit, sich an Schule zu gewöhnen und dann gleich wieder Ferien. Nein. Wenn es am 8. Februar losgeht und wir ziehen durch bis Ostern, dann kann man was machen", sagt sie. Eine Frage treibt Döppling aber um: Was wird mit den Zwischenzeugnissen? Einfach später ausreichen oder darauf verzichten. "Das entscheide ich aber nicht." (mit rori)

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