Landwirt aus Großschirma verzeichnet gute Ernte

Gunther Zschommler: Hitzeschäden halten sich in diesem Jahr in Grenzen

Gunther Zschommler - Landwirt

Für Sie berichtet: Heike Hubricht

Kaum Hitzeschäden im Getreide: Während Landwirte in Nordsachsen über enorme Ernteausfälle wegen der Dürre klagen, kann sich der Großschirmaer Landwirt Gunther Zschommler über eine gute Ernte freuen. "Wir hatten einen störungsfreien Ernteverlauf ohne Regen- oder größere Reparatur-Unterbrechungen. Und die Erträge bei Winterweizen, Wintergerste und Winterraps waren bei uns zufriedenstellend bei guter Qualität und besseren Preisen", sagt Zschommler, der Vorstand im Sächsischen Landesbauernverband ist. Die Ernte 2018 habe die Hagelschäden vom Vorjahr ausgeglichen.

Nach dem abgeschlossenen Mähdreschen sei inzwischen auch die Strohbergung erfolgt. In guter Qualität, wie Zschommler betont. Nur noch die Maisernte stehe in vier bis sechs Wochen an. Der Betrieb bewirtschaftet reichlich 200Hektar, davon 40 Hektar Mais.

Der Bauer resümiert: "Es war deutlich zu merken, auf welchen Feldern die Nährstoff- und Wasserversorgung im Boden in Ordnung ist." Als große Herausforderung bezeichnet er das Futter für die Kühe. Denn die Verluste beim Gras lägen bei etwa 70 Prozent. Beim Silomais falle die Ernte unterschiedlich aus.

Zschommler nennt die Ernteausfälle in Nordsachsen eine Katastrophe: "Dort muss man dringend helfen". Seinen Angaben zufolge benachteiligen die Förder-Richtlinien die Betriebe mit überwiegender Tierproduktion. "Denn die Erträge müssen mehr als 30 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten drei Jahren liegen. Folglich müsste die Pflanzenproduktion für eine Förderung fast keinen Ertrag haben."

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